Bügeln? Auf die Rolle hängen!

Ich erspare mir echt viel Bügelarbeit durch einen kleinen schlauen DIY-Hack: verdickte Stränge am Wäschetrockner! Schon bekommen T-Shirt und Co. keine scharfen Falten mehr vom Aufhängen. Sehr praktisch.

Die Vergrößerrung geht mit vielen Materialien, ausprobiert habe ich z.B. einen alten (vorher gesäuberten :-) Gartenschlauch. Das Prinzip war richtig, der Schlauch aber nicht dick genug. Der zweite Versuche war dann optimal: Isolationsmaterial für Leitungen aus dem Baumarkt. Je nach Firma und Größe/Dicke/Material gibt es das etwa 1 Euro pro Meter-Stück. Es besteht aus einem leichten Schaumstoffmaterial und ist quasi eine hohle Röhre. Die Lebensdauer der Dinger scheint (auf einem Wäschetrockner) nahe unendlich zu sein.

DIY:  Mit dem Stanley-Messer – eventuell klappt es auch mit einem sehr scharfen Küchenmesser – einen durchgehenden, geraden Schnitt in das Material ziehen. Achtung: Das Messer reicht von außen nur bis in den Hohlraum – nicht das gesamte Rohr halbieren!

Ist dieser Schnitt in der Schaumstoffrolle, läßt sie sich locker über einen Strang des Wäschetrockners „einhängen“. Die Röhre behält gut ihre Form, also braucht man sie bloß mit dem Schnitt nach unten auszurichten und fertig!

Eventueller Nachteil: Beim Aufhängen der Wäsche ist anfangs ein bißchen Fingerspitzengefühl nötig, weil sich die Röhren gerne mitdrehen. Hat man aber schnell im Griff – z.B. wenn man mit Finger oder Handrücken eine Röhre und ihre Nachbarn fixiert, während man ein Wäschestück einfädelt. Wem das zu mühsam ist: einfach nur auf jeden zweiten Strang so eine Vergrößerung hängen.

Großer Vorteil: alle T-Shirts und erstaunlich viele Hemden, Blusen und sogar Hosen hängen sich so ganz von selbst aus, ohne dass eine häßliche Falte in der Mitte prangt – und das Bügeleisen versauert. Hurra!

Text ♥ lui   © Fotos: lui