Einkaufen ohne Verpackung

Wer gerne genau so viel kauft, wie er oder sie gerade braucht, der ist mit Unverpackt-Läden bestens bedient. Aber nicht nur das. Auch das Sparen von Ressourcen, sprich Verpackungsmüll, läppert sich für die Umwelt ordentlich positiv zusammen.

Ob es für die Konsument*Innen teurer ist als im Supermarkt? Ja und Nein. Es kommt einerseits auf die jeweilige Produktgruppe an, andererseits aber auch darauf, was man in seine ganz persönliche Kalkulation von Essen, Lebensqualität und eigener Umwelt mit einbezieht. Unverpackt-Läden haben nicht zuletzt wegen der Mehrweg-Gebinde sowie wegen der gerne angenommenen Beratungsqualität höheren Personalbedarf. Das schafft Arbeitsplätze und soziale Treffpunkte im Grätzel. Nicht selten stehen zusätzlich auch die Inhaber*Innen in ihrem Laden und verbreiten Enthusiasmus, gute Laune und ebenso gute Tipps für einen schlauen Umgang mit eigentlich eh fast allem. Die Waren kommen, wo immer das geht, aus der (relativen) Nähe. Das schont durch kürzere Transportwege die Umwelt, zudem werden lokale Bio-Produzent*Innen gefördert und in ihrem Bestand gesichert. Und schließlich sind die Abfüllstationen für Lebensmittel und Kosmetik fast immer eines: schön! Da ißt das Auge gerne mit.

Das unverpackte Einkaufen funktioniert mit Feinkost und Tee genauso wie mit Nudeln, Flocken und Nüssen. Auch  Biogurke, Tagescreme und Shampoos dürfen, anders als in vielen herkömmlichen Supermärkten, ohne eigens produzierte Plastikhüllen mit. Joghurt, Milch oder Eingelegtes kommen in Pfandgläsern daher, die zig-mal wieder verwendet werden. Natürlich nach ausführlicher Reinigung. Manche Produkte sind teurer als im Supermarkt, einige auch günstiger – nicht zuletzt dadurch, dass man auf Großpackungen verzichten kann. Wer das will, bekommt auch drei Erdäpfel, eine Knolle Knoblauch oder eine Handvoll Fisolen. So sinkt die Gefahr, Verderbliches wegwerfen zu müssen, wenn man vielleicht keine Großfamilie hat. Einziger Nachteil: Die Ausrede „Es hat die Schoki leider nur in der 300-Gramm-Verpackung gegeben“ ist hinfällig …

Eine gut geordnete Zusammenstellung  von Unverpackt-Läden findet sich z.B. bei Zero-Waste-Austia HIER.