Essig als Weichspüler

Die Wäsche kommt erprobterweise ohne Essig-Geruch und schön weich aus der Waschmaschine: 5prozentiger heller Tafelessig ist eine perfekte Alternative für herkömmlichen, chemischen Weichspüler. Den weißen oder hellen Essig einfach ins dafür vorgesehene Fach der Waschmaschine füllen – und fertig!

Herkömmlicher heller Tafelessig, der im Supermarkt oder Diskonter teils unter einem Euro pro Liter angeboten wird, erfüllt den Job ganz tadellos. Auch wer zu Essig in der Glasflasche greifen will, findet noch immer eine gute Auswahl. Zero-Waste-AnhängerInnen finden Essig auch in Abfüllstationen von Unverpackt-Läden und können ihn in mitgebrachte Gefäße füllen. Dabei aber bitte nachfragen, wieviel Prozent Säure der Essig enthält.

Die Dosierung funktioniert analog zu herkömmlichen Weichspülern und je nach Vorliebe. Für eine Maschine voll mit Handtüchern oder Bettwäsche wird man vielleicht ein Schluckerl mehr nehmen.

Wer guten Duft an frischer Wäsche liebt, bekommt auch das äußerst umweltfreundlich hin: ein paar Tropfen reines ätherisches Öl zum Essig ins Weichspülerfach geben – und es dufte genau so, wie man es mag. Ätherische Öle gibt es in jeder Qualität und Preisklasse, in Drogeriemärkten, in der Apotheke, im Reformladen. Mit einem kleinen Fläschchen kommt man bei vier oder fünf Tropfen pro Waschgang lange aus. Tipp: Rosengeranie – das ist eines der günstigeren ätherischen Öle, duftet aber trotzdem sehr fein nach Rosen.

Die Vorteile an Essig als Weichspüler: Er ist günstiger als viele herkömmliche Produkte, für Umwelt und Geldbörse. Nebenbei findet durch Essig immer auch Entkalkung statt und man hat bei jedem Waschgang die Wahl, ob man mit oder ohne Duft werken möchte.

Nachteile, die ich schildern könnte, sind mir leider keine aufgefallen. Meine Maschine läuft seit 2006 einwandfrei und selbst die Spürnase vom Nachbarshund mag mich noch immer :-)

Text ♥ lui   © Foto: lui