Essig als Klarspüler

In der Geschirrspülmaschine funktioniert Essig als Klarspüler (erprobterweise seit mehreren Jahren) ganz hervorragend. Man füllt ihn statt des herkömmlichen Klarspülers in das dafür vorgesehene Fach – und fertig!

Wichtig dabei: Es sollte ein Essig mit nur 5 Prozent Säure sein (keine Essig-Essenz, die ist zu konzentriert). Wieviel Prozent Säure ein Essig enthält, sollte auf jedem Flaschenetikett stehen – manchmal allerdings sehr klein gedruckt.

Herkömmlicher heller Tafelessig, der im Supermarkt oder Diskonter teils unter einem Euro pro Liter angeboten wird, erfüllt den Job tadellos. Die Plastikflasche will nachher natürlich am liebsten in die Gelbe Tonne..

Auch wer Glasflaschen bevorzugt, findet noch immer eine leistbare Auswahl an Tafelessigen. Zero-Waste-AnhängerInnen bekommen Essig in Abfüllstationen von Unverpackt-Läden und können ihn in mitgebrachte Gefäße füllen. Dabei aber bitte nachfragen, wieviel Prozent Säure der Essig enthält.

Die Vorteile von Essig als Klarspüler: Er ist unbedenklich anzuwenden, günstig und schont die Umwelt. Am Geschirr ist nichts davon zu riechen und ein Mir-hat’s-derart-geschmeckt-dass-ich-den-Teller-abschlecke kommt ohne Chemie beim Abwasch noch besser rüber. Selbst falls der Nachwuchs einmal versehentlich die Zungenspitze in den Essig taucht – mehr als großes Gespucke und ein kleiner Lerneffekt sind nicht zu befürchten.

Einen möglichen Nachteil gibt es: Obwohl das Geschirr selbst nie nach Essig riecht, kann beim Öffnen der Maschine eine leichter Essig-Geruch merkbar sein. Wen das nicht stört, der hat durch die günstige und umweltfreundliche Alternative ausschließlich gewonnen.

Text ♥ lui    © Foto: lui