Hören und Schauen, jederzeit ins KHM

Lieblingswerke entdecken, an virtuellen Führungen teilnehmen, in den Youtube-Channel einsteigen oder eine kleine podcast-Serie hören: Das alles und mehr gibt’s gratis im Kusthistorischen Museum auch wenn es zu hat. Hier geht’s zum Onlineangebot des KHM.

Text ♥ lui   © Foto: KHM-Museumsverband | John Baldessari Courtesy of the artist, Sprüth Magers and Beyer Projects

Weltmuseum läßt sich nach Hause holen

Unter dem Motto MuseumFromHome kann man das Weltmuseum Wien sogar dann besuchen, wenn es geschlossen hat. Digitale Führungen, Vorträge, Spitzenexponate und Einblicke in die Sammlung werden online präsentiert.

Details über das Heimangebot gibts im Weltmuseum HIER.

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© Foto: KHM-Museumsverband, Weltmuseum Wien, Inv. Nr. 10.402 | Detail aus dem Quetzalfeder-Kopfschmuck; Federn von Quetzal, Kotinga, Rosalöffler, Cayenne-Fuchskuckuck, Eisvogel; Holz, Rohrspäne, Fasern, Papier, Baumwolle, Leder, Gold, Messing | Mexiko, aztekisch, um 1520

 

Gratis aus dem Wien Museum nehmen

Starke Empfehlung: Stöbern, staunen und Gratis-Nutzung der toll aufbereiteten Digi-Objekte des Wien Museums. Von Gustav Klimts Akt-Zeichnungen über ein Falco-Portrait, von mittelalterlichen Schilden über Dokumente zur Todesstrafe bis hin zur Schneekanone im Donaupark der 2000er-Jahre: den Bogen kann man kaum noch weiter spannen.

Das Feine daran ist: dem Prinzip des Open-Content folgend, darf man (fast alle) Bilder samt Infos gratis von der Museumsplattform downloaden und nützen. Als Privatperson ebenso wie für Forschungszwecke, um damit zu unterrichten, für mediale Verbreitung, um seine Geburtstagseinladung zu gestalten . . . Einzig um die korrekte Quellenangabe wird gebeten und das ist ja nun wirklich recht – und sehr billig.

Die Suche funktioniert mehrfach getestet hervorragend, ebenso das Downloaden. Für Copyrights sind kopierbare Vorschläge angelegt, sehr praktisch. Darüber hinaus gibt’s zur Einführung in die Online-Sammlung ein Video am YouTube-Kanal des Wien Museums, man findet sich aber auch ohne gut zurecht.

Am 12. November 2020 gingen die ersten 47.000 Objekte mit fast 75.000 Fotos online, seitdem wird kontinuierlich weiter eingespeist. Bei mehr als einer Million Objekten, die im Depot des „echte“ Museums lagern, hat das Digitalisierungs-Team da gleich mehrere Lebensaufgaben.

Ran an die Bilder! Zur digitalisierten Sammlung des Wien Museums geht es HIER

Text: ♥ lui   © Bild: Ausschnitt aus Gustav Klimt, „Zusammengekauert liegender Akt“, 1912–1913; Sammlung Wien Museum

Exklusiver Musikunterricht mit Mehr

DoReMi versteht sich als soziales Musikinstitut. Menschen verschiedener Herkunft, reich und arm, hier geboren oder nicht: Musikunterrich soll sie verbinden und für jeden leistbar sein. Daher kann jede und jeder selbst entscheiden, wieviel sie oder er für den Unterricht im DoReMi (9. Bezirk, Nußdorferstraße 65/11) zahlen will oder kann.

Der Unterricht ist jedenfalls höchst exklusiv: 2 SchülerInnen kommen im Paarunterricht auf 1 MusiklehrerIn!

Ansehen kann man sich die Lehrenden und ihre Instrumente HIER.

Nähere Infos, Anmeldeformulare und Kontakt zu DoReMi: HIER

Eingebettet ist DoReMi übrigens in das Projekt Open Piano for Refugees – auch spannend!

Text ♥ lui   © Illustration: Stux

Gartenbau statt Garagen-Grau

Ein für 3 Jahre angesetztes Zwischennutzungsprojekt versieht in Ottakring Beton mit Blüten: Die „Garage Grande“, ein aufgelassenes fünfstöckiges Parkhaus Ecke Deinhardsteingasse/Friedrich-Kaiser-Gasse, ist sei Juli (2020) ein Ort zum Experimentieren, Gärtnern, Workshoppen, Diskutieren, Ausprobieren und Menschen-Treffen.

Im Zentrum steht das Thema „Begrünung der Stadt“. Die Erfahrungen der kommenden Jahre sollen der – immer wichtiger werdenden – Begrünung in ganz Wien zugute kommen.

Der Anfang in Ottakring ist schon gemacht: Die ersten zarten Kletterpflanzen wie Kiwi und Hopfen ranken sich entlang der Fassade, im 1. Stock der Garage garteln AnrainerInnen in Pflanztrögen entlang der Fenster und im 3. Stock sind zwei Bienenvölker eingezogen.Was natürlich noch immer viel Platz für weitere Ideen und Umsetzungen läßt.

Betreut wird das Projekt von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung, vieles findet in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum green4cities statt.  Ermöglicht hat die Zwischennutzung der Eigentümer, Bauunternehmer Hans-Jörg Ulreich. Gartenbau statt Garagen-Grau auf 2.500 Quadratmetern Fläche – eine tolle Nutzung und viel zusätzlicher öffentlicher Raum für alle. Echt fein!

Die Gebietsbetreuung (GB*) ist jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr im neuen Grätzel-Treff Deinhardsteingasse vor Ort. Sie informiert, zeigt die Räume her und sammelt neue Ideen zur Nutzung der Garage. Die werden auch gerne per Mail angenommen: garagegrande@gbstern.at

Mehr zu Projekt und Terminen direkt bei der Gebietsbetreuung.

Text ♥ lui   © Grafik: GB*

Bio-Arbeit weltweit für Kost und Logis

WWOOF steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“, also die weltweite Möglichkeit, in nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieben (mit Tieren oder auch ohne) mitzuarbeiten. Das geschieht gegen Kost und Logis, aber unbezahlt. Auch die Anreisekosten trägt man selbst. Intention des Programmes sind kultureller Austausch, Weiterbildung und Erfahrungsgewinn für die WwooferInnen sowie Unterstützung für die GastgeberInnen. Das funktioniert international in mehr als 100 Ländern der Welt und auch in Österreich. Hierzulande nehmen mehr als 320 biologische Höfe teil, fünf davon sogar in Wien.

Die Länge des Aufenthaltes und die Intensität der Mitarbeit – etwa zwischen 4 und 6 Stunden am Tag – sind Vereinbarungssache zwischen GastgeberIn und WwooferIn. Oft ist dies auch bereits bei der Ausschreibung des Hofes/der Destination ersichtlich.

Zum Wwoofen ist (fast) jedes Alter geeignet, einige Länder akzeptieren aber frühestens 18jährige, andere verlangen bei Jüngeren die Zustimmung der Eltern. Nach oben sind die Grenzen offen. Wwoofen geht mit oder ohne Vorbildung! Grundlegende Sprachkenntnisse fürs Gastland sind natürlich ratsam und willkommen, manchmal geht das Sprache-Erlernen aber auch fast nebenbei oder wird von den GastbergerInnen tatkräftig unterstützt.

Eine gute Möglichkeit also, um – vielleicht in den Ferien, vielleicht in einem Freijahr, vielleicht im Urlaub – aus Neugierde einmal in eine ganz andersartige Alternative hinein zu schnuppern. Oder z.B. auch, um einen lange gehegten Traumberuf an der Realität zu messen, bevor man sich endgültig für eine Neuorientierung entscheidet. Vom Sennen auf der österreichischen Alm bis zur Mitarbeit im australischen Bambuspark – die Möglichkeiten sind enorm.

Details und Infos in deutscher Sprache unter Wwoof Österreich.

Details und Infos in englischer Sprache unter Wwoof International.

Info-Video:

Text ♥ lui   © Foto: Pyulus

Suchen und Finden im Grätzl

Räume suchen oder vermieten („Raumteiler“), Werkzeuge ganz in der Nähe zur Mit-Nutzung anbieten („Tool-Teiler“), die eigenen Leistungen bewerben, Workshops finden, sich mit anderen austauschen: die Initiative „ImGrätzl“ bietet eine gut gestaltete und gratis zu nutzende Plattform.

WienerInnen können sich dort über Naheliegendes in allen Bezirks-Grätzeln der Stadt informieren, sich in Gruppen vernetzten, Treffen organisieren und vieles mehr. Eine Intention der Plattform ist, lokale Kräfte zu bündeln und damit besonders Selbstständige, kleine Unternehmen, Kulturschaffende und lokale MacherIinnen zu stärken. Wienweit ausgerollt wurde die Initiative 2016, heute sind weit mehr als 6000 Menschen, Vereine und Gruppen auf der Plattform registriert.

Reinschauen und in die Bezirksteile schnupper unter ImGrätzl.

Vielen Dank für den Hinweis an Karin, die sich bei der Suche nach einem Praxisraum ImGrätzl umgesehen und love vienna now davon berichtet hat. Sie findet, dass dieses erfolgreiche Community-Projekt hier bei uns nicht fehlen darf. Finden wir auch!

Text ♥ lui    © Foto: Gerhard Bögner    © Grafik: ImGrätzl

Seminarkalender für GärtnerInnen

Exkursionen zu Gemeinschaftsbeeten, richtiges Kompostieren, die nächsten Gartenfeste oder wie man ein Hochbeet anlegt: Wer gärtnerisch interessiert ist, findet im Terminkalender des Gartenpolylogs regelmäßig aktuelle Veranstaltungen aus Wien und ganz Österreich.

Auch der Besuch im Netz zahlt sich auf: Gartenpolylog ist ein 2007 gegründeter gemeinnütziger Verein, der das Ziel hat, urbane Gartenprojekte in Österreich zu initiieren beziehungsweise zu begleiten, zu unterstützen und zu vernetzen. Grüne Räume sollen wachsen und als Zentren der Begegnung, Vielfalt und Integration fungieren – für Pflanze und Mensch.

MitarbeiterInnen und UnterstützerInnen sind willkommen, auch andere Initiativen können ihre Veranstaltungen in den Terminkalender einspeisen. Newsletter und weitere Details gibt es unter Gartenpolylog.

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Pflanzenwissen fortpflanzen

Eßbare Blüten, Vermehrung über Stecklinge, Anpflanzen von Wintergemüse: Seminare für Hobby-GärtnerInnen und solche, die es werden wollen, biete die Arche Noah. Das macht Freude und verbreitet grüne Vielfalt – schließlich wollen weitergebildete Urban Gardener ihr Können dann ja auch in Töpfen, Beeten, Baumscheiben, Balkonien oder (Gemeinschafts-)Gärten verwirklichen.

Kalender und Termine unter arche-noah.at

Ebenfalls Seminarangebote verschiedener Initiativen, aber auch Beratung, Vernetzung und Unterstützung für Gemeinschafts-GärnerInnen in in Wien und Österreich bietet der gemeinnützige Verein Gartenpolylog.

Text ♥ lui

Wie man die City-Natur vermehrt

Mauerpfeffer am Dach, Balkon-Schnittlauch für die Bienen, Kletterpflanzen an der Fassade oder ein Erdhäufchen im Garten für die Zauneidechse: Das EU-Projekt „City Nature“, eine Kooperation zwischen Wien und Bratislava, gibt auf seiner Homepage viele umsetzbare Tips, wie man in der Großstadt Natur und Artenvielfalt stärken kann. Zahlreiche Mitmach-Aktionen animieren Privatleute und Geschäftstreibende dazu, das bunte Gekreuche und Gefleuche in der Stadt aktiv zu unterstützen – denn auch Betriebsgelände eignen sich, wie Balkone, Dach- oder Schulgärten, ganz hervorragend für Artenschutz. Neugierig geworden auf das Wie?

Tips, Infos und Fotogalerie finden sich auf city-nature.eu