„FragNebenan“ die Nachbarn an

Anrainer zu Nachbarn zu machen, ist Ziel von „FragNebenan“. Auf der Plattform werden NachbarInnen vernetzt, können Fähigkeiten und Dinge austauschen, einen Frisör für daheim suchen, Kleinanzeigen aufgeben, einer Gruppe beitreten, vom örtlichen Bio-Markt erfahren, Fahrgemeinschaften gründen und und und. Nachbarschaftshilfe anbieten oder suchen wie z.B. Blumen gießen oder einkaufen gehen gibt es genauso wie eine gemeinsame Abnehm-Gruppe, Hilfe bei Übersetzungen, Dinge zu verschenken und vieles mehr.

Damit in diesem online gestarteten Nachbarschaftszentrum alles mit rechten Dingen zugeht, wird man beim Mitmachen um eine Registrierung gebeten – mit Name und Adresse. Via Postkarte soll dann ein Code ankommen,  mit dem man sich künftig einloggen kann. Das dauert zwar ein bißchen sehr lange (genau gesagt: bei mir kam gar nix an und ich warte noch immer auf eine Antwort des elektronischen „Hausmeisters“ . . .); wenn es aber geklappt hat, können sich alle sicher sein, es im Forum ausschließlich mit echten NachbarInnen zu tun zu haben. Via E-Mail bekommt man die neuesten Infos aus der direkten Umgebung.

Neugierig geworden? Details unter FragNebenan.

Vielen Dank an Karin, die über FragNebenan gern ihre überzähligen Paradeiser-Stauden verschenkt. Sie hat uns geschrieben und findet, dass dieses Forum auf love vienna now nicht fehlen darf. Finden wir auch!

Text ♥ lui   © Bild: Paolo Chieselli

 

„Kostnix“, der Gratisladen

Ohne Geld „einkaufen“, das kann man im Kostnix-Laden im 12. Bezirk in der Ratschkygasse 14, Eingang um die Ecke Erlgasse.

Man kann zwanglos vorbeischauen und aus dem Laden mitnehmen, was man braucht. Außerdem kann man Sachen vorbeibringen, die z.B. zuhause ungenutzt herumliegen und die man sowieso schon längst loswerden wollte. Im Prinzip ist der Kostnix-Laden also ein Lagerraum für Dinge, die abgegeben und gratis weitervermittelt werden. Derzeit gibt es hier unter anderem Bücher, Gewand, Videos, CDs, Geschirr, Haushaltsartikel, Elektrogeräte, Schuhe und noch vieles mehr.

Geöffnet ist Montag, Donnerstag und Freitag jeweils von 15 bis 20 Uhr.

Kost-Nix-Projekte werden von den InitiatorInnen nicht nur als wissenschaftliche Mikro-Experimente verstanden, sondern sie sind Teil einer sozialen Bewegung. Sie sollen ein direkter Beitrag zu einem selbstbestimmteren Leben sein und mittelfristig helfen, ökonomische Zwänge zu reduzieren. Menschen sollen erleben können, dass Teilen und Kooperation eine angenehmere Gesellschaftsbasis abgeben können als Konkurrenz und Konsumdruck.

Nähere Informationen – auch darüber, welche Gegenstände im Kostnix-Laden gerne angenommen werden und wie man die Initiative fördern kann – finden sich auf der Hompage des Kostnix-Ladens.

Text ♥ lui   © Foto: Joham

Suchen und Finden im Grätzl

Räume suchen oder vermieten („Raumteiler“), Werkzeuge ganz in der Nähe zur Mit-Nutzung anbieten („Tool-Teiler“), die eigenen Leistungen bewerben, Workshops finden, sich mit anderen austauschen: die Initiative „ImGrätzl“ bietet eine gut gestaltete und gratis zu nutzende Plattform.

WienerInnen können sich dort über Naheliegendes in allen Bezirks-Grätzeln der Stadt informieren, sich in Gruppen vernetzten, Treffen organisieren und vieles mehr. Eine Intention der Plattform ist, lokale Kräfte zu bündeln und damit besonders Selbstständige, kleine Unternehmen, Kulturschaffende und lokale MacherIinnen zu stärken. Wienweit ausgerollt wurde die Initiative 2016, heute sind weit mehr als 6000 Menschen, Vereine und Gruppen auf der Plattform registriert.

Reinschauen und in die Bezirksteile schnupper unter ImGrätzl.

Vielen Dank für den Hinweis an Karin, die sich bei der Suche nach einem Praxisraum ImGrätzl umgesehen und love vienna now davon berichtet hat. Sie findet, dass dieses erfolgreiche Community-Projekt hier bei uns nicht fehlen darf. Finden wir auch!

Text ♥ lui    © Foto: Gerhard Bögner    © Grafik: ImGrätzl

Katzen-Sharing im Café

Wer Katzen liebt, aber keinen Platz oder keine Zeit für eine dauerhafte tierische WG hat, für den kann das Katzen-Café „Neko“ eine gute Alternative sein. Fünf aus dem Tierheim adoptierte Zimmertiger streichen hier herum und verbreiten unter den Gästen die typische Katzengemütlichkeit: schläfrig-träge-schnurrend wenn gut gefüttert (also fast immer), heiter-verspielt wenn hinter dem Ball her und manchmal sogar zum Schmusen und Um-die-Beine-Streichen aufgelegt. Die Stars des Katzen-Sharings heißen übrigens Luca, Moritz, Sonia, Thomas und Kurumi.

Neko-Gründerin Takako Ishimitsu ist 1989 aus Japan nach Wien gekommen. Ihr Ziel war es, das erste Katzen-Café in Österreich zu eröffnen und das hat sie getan. Im Mai 2012 wurde aufgesperrt und der Name war selbstverständlich: „Neko“ bedeutet auf Japanisch „Katze“.

Geöffnet ist das Katzen-Café täglich von 10 bis 20 Uhr, zu finden im 1. Bezirk in der Blumenstockgasse 5. Virtuelles Kennenlernen der 5 HauptdarstellerInnen funktioniert auch unter cafeneko.at

Text ♥ lui

Endlos fesch im Leih-Designer

Ausborgen statt Kaufen gibt es auch für Designer-Mode! Statt z.B. in die jeweils neueste Ballmode zu investieren oder ein Dirndl für die „Wiesn“ zu kaufen, das man dann vielleicht nur einmal trägt, kann man als Aternative auch in die Mode-Bibliothek unter https://www.endlosfesch.at/ hineinschauen. Für 56 Euro lässt sich zum Beispiel ein Monat lang ein Ballkleid mieten, die Reinigung am Schluss übernehmen sogar die Verleiherinnen. Anprobiert werden kann in der echten Welt in Pop-Up-Stores.

Karin Kuranda und Jessica Neumann betreiben gemeinsam diese erste Wiener Modebibliothek und veranstalten regelmäßige Pop-Ups. Dort sind dann im Geschäft zwei Tage lang mehr als 450 Designermarken zu durchstöbern. Vom Vintage-Kleid über große Roben bis zum Business-Outfit und von nationalen Namen bis zu internationalen Häusern ist eine große Bandbreite vertreten. Inklusive Tracht. Dirndln z.B. bekommt man für 45 Euro inklusive Bluse und Schürze ein Monat lang. Falls man das will.

Das Angebot hat Sinn: Teure Designer-Mode kann ab 25 Euro pro Stück vergleichsweise günstig ausgeführt werden und wird durch die „Library of Fashion“ zum Mehrweg-Produkt. Mehr Menschen haben Freude d’ran und die Entsorgung verzögert sich auch.

Details zu Pop-Up-Stores, Online-Katalog und dem Ladenkonzept in der Kolingasse 10 (Wien-Alsergrund) finden sich unter https://www.endlosfesch.at/

Text ♥ lui  © Foto: Jenia Symonds

Bücher für alle gratis zum Tausch

Lesen, ohne ein neues Buch zu kaufen? Eigene gelesene Bücher anderen Menschen zur Verfügung stellen?  Zahlreich Projekte in Wien – offene Bücherschränke, Bücherkabinen in ehemaligen Telefonzellen auf den Wiener Mistplätzen, offene Bibliotheken – bieten sich dafür an!

Überall kann man ohne Anmeldung und ohne Gebühren Bücher entnehmen und/oder Bücher für andere Menschen zur Verfügung stellen. Eine Liste aller Standorte  (für Wien und ganz Österreich) findet sich sogar schon auf Wikipedia.

 

© offener Bücherschrank Wien

Wusstest du, warum der offene Bücherschrank in Neubau schief steht?

Damit die Türen besser schließen, die Bücher nicht so leicht umfallen und ein besserer Schutz gegen Witterung gegeben ist! Neu gestaltet wurde er übrigens im Jahr 2012 vom Künstler Hermann Nitsch.

Mehr Infos dazu unter www.offener-buecherschrank.at

Ausborgen bei „wien dings“ und „Leila“

Akkuschrauber-Set, Bluetooth-Lautsprecher oder Skateboard in der Bücherei ausborgen? Geht. Am  Schwendermarkt in der Schwendergasse 39 im 15. Wiener Gemeindebezirk gibt es seit 2019 die „Bücherei der Dinge“, genannt „wien dings“.

Im Zeichen von Nachhaltigkeit und sharing economy können in dieser Büchereifiliale Gegenstände ausgeborgt werden. Die Palette der angebotenen Dinge ist breit: Werkzeug, Spielzeug, technische Geräte, Musikinstrumente, Sportgeräte. Alle Gegenstände sind im Online-Katalog unter katalog.buechereien.wien.at abrufbar.

Mit einer gültigen Büchereikarte kann man alles ausborgen, was da ist – sogar Bongo-Trommeln. Die waren übrigens der erste Gegenstand, den sich ein Wiener aus der Library of Things 2019 geholt hat. Wie das dann mit seinen Nachbarn war, ist nicht überliefert.

Leila – Der private Leihladen in Wien

Leila Wien in der Grundsteingasse 20 im 16. Bezirk ermöglicht die gemeinschaftliche Nutzung von Gegenständen. Das schont Ressourcen und damit die Umwelt, spart Geld und bietet die Möglichkeit, viele neue Dinge auszuprobieren. Von Küchengeräten über Werkzeuge bis hin zu Sportsachen findet man nützliche Gegenstände, die man vielleich ab und zu braucht, ohne sie gleich kaufen zu wollen. Geringe Leihgebühren fallen an.

Text ♥ lui   © Foto: Stefan Joham

Günstige Schätze im 48er-Tandler

Second Hand: Auf dem 900 Quadratmeter großen Areal des Wiener Altwarenmarktes der MA48 in der Siebenbrunnenfeldgasse 3 (1050 Wien) gibt es nicht nur Omis altes Porzellan, sondern auch Fahrräder, Vintage-Möbel, Tierwaren, Werkzeug, Bücher, Elektroartikel und manchmal sogar flippige Kleidungsstücke zu entdecken.

Das bunte Sortiment kommt aus eigenen Boxen, die auf jedem Mistplatz stehen und in denen die WienerInnen gut Erhaltenes spenden können. Der 48er-Tandler verkauft diese Waren entweder weiter, um mit dem Erlös karitative Projekte zu finanzieren, oder aber die gespendeten Altwaren werden sofort einer karitativen Organisation übergeben.

Details zu Verkauf und Abgabe von Altwaren finden sich HIER.

Text ♥ lui   © Foto: Diesner

Sprachencafé, Kontakte knüpfen, Morgen-Kino

Der gemeinnützige Verein Station Wien vernetzt seit 1997 Menschen, und das zum gegenseitigen Vorteil. Hier geborene, ebenso wie zugewanderte Menschen profitieren im Gratis-Sprachencafé voneinander, im Kontaktepool werden sozusagen „Buddys“ vermittelt. Eine Wienerin will Türkisch lernen, eine in der Türkei geborene Frau sucht eine Wiener Begleiterin, um im Alltag – vielleicht bei einem Museumsbesuch, vielleicht beim Austausch von Kochrezepten – ihr Deutsch zu verbessern? Kein Problem. Station Wien vermittelt solche Kontakte – und nicht selten entstehen daraus dauerhafte Freundschaften.

Ein bisschen unter dem Motto: gemeinsame Sprachen helfen gegen einsame Sachen.

Ein Blick auf die Homepage zeigt die Vielfalt des Angebotes. Hier ein Auszug der Tisch-Liste aus einem Sprachencafé im Dezember: Deutsch, Italienisch, Französisch, Russisch ab 18:00 Uhr, Chinesisch ab 18:00 Uhr, Spanisch, Farsi und Englisch 17:00 bis 19:00 Uhr. Das Programm wechselt und ist jeweils eine Woche im Voraus einsehbar.

Wer einen Ciné-Morgen miterleben will, findet die Termine ebenfalls auf der Homepage angekündigt. Für die einmal im Monat stattfindenden Morgen-Kinos um 9.15 Uhr mit anschließendem Gespräch im Filmcasino wird gratis Kinderbetreuung organisiert, ebenso wie während der gratis angebotenen Basis-Kurse „Mama lernt Deutsch“. Dass die Station Wien für ihr Engagement mehrfach ausgezeichnet wurde, ist eine schöne Sache.

Mehr Informationen und aktuelle Termine unter www.stationwien.org

Gebrauchte Gegenstände wiederverkaufen

Auf dem Dachboden oder im Keller stapeln sich alte Räder, Kindersitze und sonstige ­Gegenstände, die seit Jahren nicht mehr verwendet werden? Bei wiederverkaufen.at werden diese unkompliziert zu Geld gemacht. In der Zentrale in der Kaiserstraße 41 (1070 Wien) kann man die Gegenstände (Mindestwert 25 Euro, keine Alltagskleidung, Schuhe, CDs, Flohmarktware) vorbeibringen. ACHTUNG: Nur nach telefonischer Voranmeldung unter 0664 881 80 387.  Das Team rund um Gründer Rainer ­Patak bestimmt gemeinsam mit dem Verkäufer den Preis und kümmert sich dann um den ­Wiederverkauf im Internet.

Bequeme Abwicklung

Im Anschluss wird das Geld (minus Provision) unkompliziert überwiesen.  „Die besten Ideen entwickeln sich stets aus eigenen Bedürfnissen. Ich selbst wünschte mir schon seit langem, dass es ­jemanden gibt, der das Verkaufen meiner ­gebrauchten Dinge für mich erledigt,“ so Rainer Patak, „der Verkauf von Dingen auf Internetplattformen oder Flohmärkten ist ja nicht jedermanns Sache.“ Eben dafür gibt es die Plattform.

Weitere Infos unter: www.wiederverkaufen.at