Wildtiere im Winter richtig retten

Angefrorene Schwäne, schlaflose Igel, hilflose Hörnchen oder Vögel mit gebrochenen Flügeln: Wer Wildtiere findet, die im städitschen Winter Hilefe benötigen, kann für artgerechte Rettung sorgen:

Das Wildtierservice der Stadt ist unter der Wiener Telefonnummer 01 4000-49090 zu erreichen.

Eine zweite, etwas heiklere Variante – weil das Tier dafür je nach Fundort doch recht weit transportiert werden muss – ist die Wildtierfundbox in der Triesterstraße 114 in Favoriten.

Da Wildtiere nicht ans Angreifen gewöhnt sind, kann es für sie problematisch sein, eingefangen zu werden. Auch das Füttern – z.B. einem Igel Kuhmilch hinzustellen – ist kontraproduktiv. Mit Nahrung, die für das Tier keine natürliche Quelle darstellt, überfordert man sein Verdauungssystem und riskiert erst recht eine Schädigung. Auch daher ist ein Anruf beim Wildtierservice eine gute Idee, wenn man erfolgreich  helfen will.

Text ♥ lui   Foto: Amaya Eguizábal

Öffi-Wanderguide der Naturfreunde

Die Naturfreunde haben eine kostenlose Broschüre mit 46 familienfreundlichen Wanderungen zu Naturfreunde-Hütten bzw. auf Naturfreunde-Wegen in ganz Österreich aufgelegt. Alle beschriebenen Touren sind mit Bahn und/oder Bus erreichbar. Die Broschüre hat 120 Seiten und kann gratis angefordert (oder auch heruntergeladen) werden.

Anfordern oder Downloaden der Wander-Broschüre HIER.

Und falls man schon dabei ist: einen Gratis-Folder für Wanderungen mit Kindern gibt’s auch :-)

Text ♥ lui   © Foto: Lena Helfinger

Mini-Nationalpark in Favoriten

Am Anfang war es „nur“ naturnahes Gemeinschaftsgärtnern. Entstanden ist dabei eine Art Mini-Nationalpark in Favoriten – mit erhöhter Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren, vermehrten Begegnungen (von Mensch zu Mensch ebenso wie von Mensch zu Tier), extrem gesteigerter Zufriedeheit der BewohnerInnen (menschlich wie tierisch) und sogar mehreren Auszeichnungen.

In der Pioniersiedlung in der Favoritenstraße 235 haben einige Menschen „einfach“ damit begonnen, ihre Wohnanlage und vor allem deren Grünraum aktiv und nachhaltig mitzugestalten. Das ganze ging auf, wurde von Organisationen wie Global 2000 (mit dem Projekt „Nationalpark Garten“) oder der Wiener Umweltberatung unterstützt und entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt, was sozial-ökologische Partizipation in bestehenden urbanen Siedlungen betrifft.

Die Grünflächen wurden auf naturnahes Gärtnern umgestellt, betreut durch dafür ausgebildete MitarbeiterInnen eines sozial-ökonomischen Betriebes. Brüllende Rasenmäher und dröhnende Laubbläser sind seither Geschichte. So steigerte sich die Artenvielfalt ebenso wie die Begeisterung der Anrainerschaft, so mancher pflanzt jetzt Blumen in den verschiedensten Winkeln der Anlage oder gärtnert in den Gemeinschaftsbeeten direkt vor den Fenstern drauflos. Natur, Umwelt und Mikroklima profitieren davon und das alles erzielte auch öffentlichen Impact: Die Wohnanlage bekam im August 2019 als erste die Plakette „Naturnahe Grünoase“ der Stadt Wien verliehen. Ein kurzer TV-Beitrag von W24 zeigt, was zu gewinnen ist, wenn BewohnerInnen ungebremst ihre grünen Daumen einsetzen und der Umgebung ein bißchen Wildnis lassen düfen.

Um diese Aktivitäten und damit das bisherige Engagement der BewohnerInnen weiter zu unterstützen, hat SOL – „Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil“ – bis Ende 2020 eine Servicestelle nahe der Pioniersiedlung eingerichtet. Es werden weitere gemeinsame Aktivitäten organisiert, Infomaterial wird erstellt und SOL dokumentiert die Entwicklung dieser schlauen Alternative zum gnadenlosen Rasenmähen.

Mehr Details und auch Führungen gibt es bei: SOL-Servicestelle Sapphogasse 20/1 in 1100 Wien, geöffnet Dienstags 10-14 Uhr. Telefon 0680 208 7651, Mail to pionier-oase@nachhaltig.at

Text ♥ lui   © Foto: SOL

Gartenbau statt Garagen-Grau

Ein für 3 Jahre angesetztes Zwischennutzungsprojekt versieht in Ottakring Beton mit Blüten: Die „Garage Grande“, ein aufgelassenes fünfstöckiges Parkhaus Ecke Deinhardsteingasse/Friedrich-Kaiser-Gasse, ist sei Juli (2020) ein Ort zum Experimentieren, Gärtnern, Workshoppen, Diskutieren, Ausprobieren und Menschen-Treffen.

Im Zentrum steht das Thema „Begrünung der Stadt“. Die Erfahrungen der kommenden Jahre sollen der – immer wichtiger werdenden – Begrünung in ganz Wien zugute kommen.

Der Anfang in Ottakring ist schon gemacht: Die ersten zarten Kletterpflanzen wie Kiwi und Hopfen ranken sich entlang der Fassade, im 1. Stock der Garage garteln AnrainerInnen in Pflanztrögen entlang der Fenster und im 3. Stock sind zwei Bienenvölker eingezogen.Was natürlich noch immer viel Platz für weitere Ideen und Umsetzungen läßt.

Betreut wird das Projekt von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung, vieles findet in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum green4cities statt.  Ermöglicht hat die Zwischennutzung der Eigentümer, Bauunternehmer Hans-Jörg Ulreich. Gartenbau statt Garagen-Grau auf 2.500 Quadratmetern Fläche – eine tolle Nutzung und viel zusätzlicher öffentlicher Raum für alle. Echt fein!

Die Gebietsbetreuung (GB*) ist jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr im neuen Grätzel-Treff Deinhardsteingasse vor Ort. Sie informiert, zeigt die Räume her und sammelt neue Ideen zur Nutzung der Garage. Die werden auch gerne per Mail angenommen: garagegrande@gbstern.at

Mehr zu Projekt und Terminen direkt bei der Gebietsbetreuung.

Text ♥ lui   © Grafik: GB*

Bio-Arbeit weltweit für Kost und Logis

WWOOF steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“, also die weltweite Möglichkeit, in nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieben (mit Tieren oder auch ohne) mitzuarbeiten. Das geschieht gegen Kost und Logis, aber unbezahlt. Auch die Anreisekosten trägt man selbst. Intention des Programmes sind kultureller Austausch, Weiterbildung und Erfahrungsgewinn für die WwooferInnen sowie Unterstützung für die GastgeberInnen. Das funktioniert international in mehr als 100 Ländern der Welt und auch in Österreich. Hierzulande nehmen mehr als 320 biologische Höfe teil, fünf davon sogar in Wien.

Die Länge des Aufenthaltes und die Intensität der Mitarbeit – etwa zwischen 4 und 6 Stunden am Tag – sind Vereinbarungssache zwischen GastgeberIn und WwooferIn. Oft ist dies auch bereits bei der Ausschreibung des Hofes/der Destination ersichtlich.

Zum Wwoofen ist (fast) jedes Alter geeignet, einige Länder akzeptieren aber frühestens 18jährige, andere verlangen bei Jüngeren die Zustimmung der Eltern. Nach oben sind die Grenzen offen. Wwoofen geht mit oder ohne Vorbildung! Grundlegende Sprachkenntnisse fürs Gastland sind natürlich ratsam und willkommen, manchmal geht das Sprache-Erlernen aber auch fast nebenbei oder wird von den GastbergerInnen tatkräftig unterstützt.

Eine gute Möglichkeit also, um – vielleicht in den Ferien, vielleicht in einem Freijahr, vielleicht im Urlaub – aus Neugierde einmal in eine ganz andersartige Alternative hinein zu schnuppern. Oder z.B. auch, um einen lange gehegten Traumberuf an der Realität zu messen, bevor man sich endgültig für eine Neuorientierung entscheidet. Vom Sennen auf der österreichischen Alm bis zur Mitarbeit im australischen Bambuspark – die Möglichkeiten sind enorm.

Details und Infos in deutscher Sprache unter Wwoof Österreich.

Details und Infos in englischer Sprache unter Wwoof International.

Info-Video:

Text ♥ lui   © Foto: Pyulus

Bienen eine Bleibe geben

Die nicht-kommerzielle Initiative „Stadtimker“ ist dankbar für Vorschläge, wo man Bienenvölker oder Wildbienen in der Stadt ansiedeln kann. Geeignet sind dafür prinzipiell Plätze, wo die Tiere Ruhe haben – also etwa Dächer und Dachlandschaften, Dachkammern, leerstehende Garagen oder ruhige Ecken auf einem Firmengelände, Hinterhöfe oder Brachen. Für Wildbienen können z.B. eigene Bienen-Hotels auch direkt an einer Hausmauer montiert werden.

Erstes Ziel der „Stadtimker“ ist der Schutz der Völker sowie die Forschung, um regionalspezifische, widerstandsfähige Bienenrassen und Wildbienen-Populationen zu erhalten. Honigerzeugung und Verkauf gibt es über die Stadtimkerei auch, ebenso kann man Patenschaften für Bienen übernehmen oder sich auf der Homepage unter „Impressionen“ für neue Standorte inspirieren lassen.

Wer einen Platz in der Stadt kennt und vorschlagen will, nimmt am besten über dieses Online-Formular mit der Initiative „Stadtimker“ Kontakt auf.

Weitere Detail und Informationen unter www.stadtimker.at

Text ♥ lui

Seminarkalender für GärtnerInnen

Exkursionen zu Gemeinschaftsbeeten, richtiges Kompostieren, die nächsten Gartenfeste oder wie man ein Hochbeet anlegt: Wer gärtnerisch interessiert ist, findet im Terminkalender des Gartenpolylogs regelmäßig aktuelle Veranstaltungen aus Wien und ganz Österreich.

Auch der Besuch im Netz zahlt sich auf: Gartenpolylog ist ein 2007 gegründeter gemeinnütziger Verein, der das Ziel hat, urbane Gartenprojekte in Österreich zu initiieren beziehungsweise zu begleiten, zu unterstützen und zu vernetzen. Grüne Räume sollen wachsen und als Zentren der Begegnung, Vielfalt und Integration fungieren – für Pflanze und Mensch.

MitarbeiterInnen und UnterstützerInnen sind willkommen, auch andere Initiativen können ihre Veranstaltungen in den Terminkalender einspeisen. Newsletter und weitere Details gibt es unter Gartenpolylog.

Text ♥ lui

Pflanzenwissen fortpflanzen

Eßbare Blüten, Vermehrung über Stecklinge, Anpflanzen von Wintergemüse: Seminare für Hobby-GärtnerInnen und solche, die es werden wollen, biete die Arche Noah. Das macht Freude und verbreitet grüne Vielfalt – schließlich wollen weitergebildete Urban Gardener ihr Können dann ja auch in Töpfen, Beeten, Baumscheiben, Balkonien oder (Gemeinschafts-)Gärten verwirklichen.

Kalender und Termine unter arche-noah.at

Ebenfalls Seminarangebote verschiedener Initiativen, aber auch Beratung, Vernetzung und Unterstützung für Gemeinschafts-GärnerInnen in in Wien und Österreich bietet der gemeinnützige Verein Gartenpolylog.

Text ♥ lui

Food-Coops für regionale Lebensmittel

Immer mehr „Food-Kooperativen“ starten in Wien. Gruppen von Menschen schließen sich hier zusammen und organisieren die direkte Anlieferung biologischer Lebensmittel von lokalen Bauernhöfen, Gärtnereien, Imkereien und anderen regionalen ProduzentInnen. Manchmal gibt es dafür kleine Lagerräume, in denen sich die kooperativen Foodies nach der Anlieferung selbst bedienen, manchmal wird die Verteilung am Arbeitsplatz oder in einer Hausgemeinschaft direkt gelöst. Immer sind es handverlesene Lebensmittel, viel Verpackungsmaterial entfällt.

Wer neugierig ist, ob sich in der Nähe eine aufnahmebereite Food-Kooperative findet: Eine wien- und österreichweite Liste gibt es unter

https://foodcoops.at/

 

Wie man die City-Natur vermehrt

Mauerpfeffer am Dach, Balkon-Schnittlauch für die Bienen, Kletterpflanzen an der Fassade oder ein Erdhäufchen im Garten für die Zauneidechse: Das EU-Projekt „City Nature“, eine Kooperation zwischen Wien und Bratislava, gibt auf seiner Homepage viele umsetzbare Tips, wie man in der Großstadt Natur und Artenvielfalt stärken kann. Zahlreiche Mitmach-Aktionen animieren Privatleute und Geschäftstreibende dazu, das bunte Gekreuche und Gefleuche in der Stadt aktiv zu unterstützen – denn auch Betriebsgelände eignen sich, wie Balkone, Dach- oder Schulgärten, ganz hervorragend für Artenschutz. Neugierig geworden auf das Wie?

Tips, Infos und Fotogalerie finden sich auf city-nature.eu