100.000 Gratis-Bücher, 29 AutorInnen

Die alljährliche Gratis-Buch-Aktion Eine STADT. Ein BUCH, bei der 100.000 Bücher in Wien verschenkt werden, lässt sich auch durch Corona nicht aufhalten. 29 Autorinnen und Autoren haben eigens für dieses Buch Geschichte(n) geschrieben, es darf also gerne als positiver Gegentrend ein Lese-Virus einsetzen.

Zwar muss das größte Lese-Fest Österreichs vorerst ohne den traditionellen Gala-Abend im Rathaus auskommen, aber das Wichtigste – die Bücher – werden seit 13. November an die Wienerinnen und Wiener verschenkt. Wo? Bei diesen Verteilstellen.

Bis 15. Dezember gibt es zudem Online-LESUNGEN, in denen man den AutorInnen zumindest vituell nahe kommen kann. Die Verteilung der Bücher wird auch nach dem Lockdown weitergehen – so lange der Vorrat reicht.

Weitere Details zur Aktion Eine STADT. Ein BUCH hier.

Text: ♥ lui   © Illu: echo medienhaus

Ausborgen statt kaufen: 7000 Brettspiele

Nicht für jeden Spieleabend gleich ein neues Brettspiel kaufen – aber trotzdem immer etwas anderes zum Ausprobieren haben? Geht! Für 10 bzw. 20 Cent pro Tag (ja, wirklich so wenig) lassen sich im Spieleverleih von wienXtra in der Albertgasse 37 in der Josefstadt Brettspiele ausborgen. Etwa 7000 davon stehen zur Verfügung, via Online-Katalog kann man vorab stöbern.

Ebenfalls sehr gut: Die ausführlichen Beschreibungen und Besprechungen der Spiele, die online abrufbar sind.

In Corona-Zeiten ist ein Blick auf die Website vorab sowieso ein Muss, um die aktuellen Möglichkeiten fürs Ausborgen zu checken. Von erweiterten Öffnungszeiten (!) bis zur Sperre ist momentan alles möglich.

Details, Öffnungszeiten, aktuelle Ausleih-Möglichkeiten lassen sich in der Spielebox hier abklären.

Wer lieber zum Hörer greift: Tel. 01 4000-84400

Text ♥ lui   © Foto: Gianni Crestani

 

 

„FragNebenan“ die Nachbarn an

Anrainer zu Nachbarn zu machen, ist Ziel von „FragNebenan“. Auf der Plattform werden NachbarInnen vernetzt, können Fähigkeiten und Dinge austauschen, einen Frisör für daheim suchen, Kleinanzeigen aufgeben, einer Gruppe beitreten, vom örtlichen Bio-Markt erfahren, Fahrgemeinschaften gründen und und und. Nachbarschaftshilfe anbieten oder suchen wie z.B. Blumen gießen oder einkaufen gehen gibt es genauso wie eine gemeinsame Abnehm-Gruppe, Hilfe bei Übersetzungen, Dinge zu verschenken und vieles mehr.

Damit in diesem online gestarteten Nachbarschaftszentrum alles mit rechten Dingen zugeht, wird man beim Mitmachen um eine Registrierung gebeten – mit Name und Adresse. Via Postkarte soll dann ein Code ankommen,  mit dem man sich künftig einloggen kann. Das dauert zwar ein bißchen sehr lange (genau gesagt: bei mir kam gar nix an und ich warte noch immer auf eine Antwort des elektronischen „Hausmeisters“ . . .); wenn es aber geklappt hat, können sich alle sicher sein, es im Forum ausschließlich mit echten NachbarInnen zu tun zu haben. Via E-Mail bekommt man die neuesten Infos aus der direkten Umgebung.

Neugierig geworden? Details unter FragNebenan.

Vielen Dank an Karin, die über FragNebenan gern ihre überzähligen Paradeiser-Stauden verschenkt. Sie hat uns geschrieben und findet, dass dieses Forum auf love vienna now nicht fehlen darf. Finden wir auch!

Text ♥ lui   © Bild: Paolo Chieselli

 

„Kostnix“, der Gratisladen

Ohne Geld „einkaufen“, das kann man im Kostnix-Laden im 12. Bezirk in der Ratschkygasse 14, Eingang um die Ecke Erlgasse.

Man kann zwanglos vorbeischauen und aus dem Laden mitnehmen, was man braucht. Außerdem kann man Sachen vorbeibringen, die z.B. zuhause ungenutzt herumliegen und die man sowieso schon längst loswerden wollte. Im Prinzip ist der Kostnix-Laden also ein Lagerraum für Dinge, die abgegeben und gratis weitervermittelt werden. Derzeit gibt es hier unter anderem Bücher, Gewand, Videos, CDs, Geschirr, Haushaltsartikel, Elektrogeräte, Schuhe und noch vieles mehr.

Geöffnet ist Montag, Donnerstag und Freitag jeweils von 15 bis 20 Uhr.

Kost-Nix-Projekte werden von den InitiatorInnen nicht nur als wissenschaftliche Mikro-Experimente verstanden, sondern sie sind Teil einer sozialen Bewegung. Sie sollen ein direkter Beitrag zu einem selbstbestimmteren Leben sein und mittelfristig helfen, ökonomische Zwänge zu reduzieren. Menschen sollen erleben können, dass Teilen und Kooperation eine angenehmere Gesellschaftsbasis abgeben können als Konkurrenz und Konsumdruck.

Nähere Informationen – auch darüber, welche Gegenstände im Kostnix-Laden gerne angenommen werden und wie man die Initiative fördern kann – finden sich auf der Hompage des Kostnix-Ladens.

Text ♥ lui   © Foto: Joham

Suchen und Finden im Grätzl

Räume suchen oder vermieten („Raumteiler“), Werkzeuge ganz in der Nähe zur Mit-Nutzung anbieten („Tool-Teiler“), die eigenen Leistungen bewerben, Workshops finden, sich mit anderen austauschen: die Initiative „ImGrätzl“ bietet eine gut gestaltete und gratis zu nutzende Plattform.

WienerInnen können sich dort über Naheliegendes in allen Bezirks-Grätzeln der Stadt informieren, sich in Gruppen vernetzten, Treffen organisieren und vieles mehr. Eine Intention der Plattform ist, lokale Kräfte zu bündeln und damit besonders Selbstständige, kleine Unternehmen, Kulturschaffende und lokale MacherIinnen zu stärken. Wienweit ausgerollt wurde die Initiative 2016, heute sind weit mehr als 6000 Menschen, Vereine und Gruppen auf der Plattform registriert.

Reinschauen und in die Bezirksteile schnupper unter ImGrätzl.

Vielen Dank für den Hinweis an Karin, die sich bei der Suche nach einem Praxisraum ImGrätzl umgesehen und love vienna now davon berichtet hat. Sie findet, dass dieses erfolgreiche Community-Projekt hier bei uns nicht fehlen darf. Finden wir auch!

Text ♥ lui    © Foto: Gerhard Bögner    © Grafik: ImGrätzl

Katzen-Sharing im Café

Wer Katzen liebt, aber keinen Platz oder keine Zeit für eine dauerhafte tierische WG hat, für den kann das Katzen-Café „Neko“ eine gute Alternative sein. Fünf aus dem Tierheim adoptierte Zimmertiger streichen hier herum und verbreiten unter den Gästen die typische Katzengemütlichkeit: schläfrig-träge-schnurrend wenn gut gefüttert (also fast immer), heiter-verspielt wenn hinter dem Ball her und manchmal sogar zum Schmusen und Um-die-Beine-Streichen aufgelegt. Die Stars des Katzen-Sharings heißen übrigens Luca, Moritz, Sonia, Thomas und Kurumi.

Neko-Gründerin Takako Ishimitsu ist 1989 aus Japan nach Wien gekommen. Ihr Ziel war es, das erste Katzen-Café in Österreich zu eröffnen und das hat sie getan. Im Mai 2012 wurde aufgesperrt und der Name war selbstverständlich: „Neko“ bedeutet auf Japanisch „Katze“.

Geöffnet ist das Katzen-Café täglich von 10 bis 20 Uhr, zu finden im 1. Bezirk in der Blumenstockgasse 5. Virtuelles Kennenlernen der 5 HauptdarstellerInnen funktioniert auch unter cafeneko.at

Text ♥ lui

Recherche über die Hilfskraft von Spenden

GiveWell ist eine amerikanische Non-Profit-Organisation, die hauptsächlich aus ehemals im Finanzsektor beschäftigten Personen besteht. Ihr selbstgesetztes Ziel ist es, den Effekt von Spendengeld auf dessen Hilfskraft und Effizienz zu prüfen – und dann jene Organisationen zu empfehlen, die „das Beste pro gespendetem Dollar“ für die EmpfängerInnen erreichen.

Dabei zählt nicht in erster Linie die Summe des Spenden-Geldes, welches abzüglich der Verwaltungs-, Gehalts- und Werbekosten schließlich im Empfängerland ankommt. Sondern die Recherche setzt beim Effekt an: Wieviel Hilfe, Rettung oder Lebensverbesserung bewirkt der  jeweilige Spendendollar (oder Euro) in dem Umfeld, in dem er eingesetzt wird? Beispielsweise kann das die Frage einbeziehen, wieviel Kinder zur Schule gehen können, weil ihre Eltern durch die Gabe von Malaria-Medikamenten wieder arbeitsfähig sind. Oder wieviel Kinder durch Vitaminverabreichung ein besseres Leben führen können.

Tatsächlich konzentrieren sich viele der von GiveWell am stärksten empfohlenen Spendenorganisationen auf die Bekämpfung von Malaria, die Versorgung von Kindern mit Vitaminen sowie Entwurmung. Die Top-Liste der Spendenorganisationen, welchen der höchste Nutzen zugeschrieben wird, wird einmal pro Jahr veröffentlicht.

Nach eigenen Angaben finanziert sich GiveWell durch eigene Sponsoren und nimmt keine  Zahlungen jener Organisationen an, die es nach der Recherche auf die „Top-Liste“ setzt.

Weitere Details (in englischer Sprache) unter https://www.givewell.org/

Bücher für alle gratis zum Tausch

Lesen, ohne ein neues Buch zu kaufen? Eigene gelesene Bücher anderen Menschen zur Verfügung stellen?  Zahlreich Projekte in Wien – offene Bücherschränke, Bücherkabinen in ehemaligen Telefonzellen auf den Wiener Mistplätzen, offene Bibliotheken – bieten sich dafür an!

Überall kann man ohne Anmeldung und ohne Gebühren Bücher entnehmen und/oder Bücher für andere Menschen zur Verfügung stellen. Eine Liste aller Standorte  (für Wien und ganz Österreich) findet sich sogar schon auf Wikipedia.

 

© offener Bücherschrank Wien

Wusstest du, warum der offene Bücherschrank in Neubau schief steht?

Damit die Türen besser schließen, die Bücher nicht so leicht umfallen und ein besserer Schutz gegen Witterung gegeben ist! Neu gestaltet wurde er übrigens im Jahr 2012 vom Künstler Hermann Nitsch.

Mehr Infos dazu unter www.offener-buecherschrank.at

Ausborgen bei „wien dings“ und „Leila“

Akkuschrauber-Set, Bluetooth-Lautsprecher oder Skateboard in der Bücherei ausborgen? Geht. Am  Schwendermarkt in der Schwendergasse 39 im 15. Wiener Gemeindebezirk gibt es seit 2019 die „Bücherei der Dinge“, genannt „wien dings“.

Im Zeichen von Nachhaltigkeit und sharing economy können in dieser Büchereifiliale Gegenstände ausgeborgt werden. Die Palette der angebotenen Dinge ist breit: Werkzeug, Spielzeug, technische Geräte, Musikinstrumente, Sportgeräte. Alle Gegenstände sind im Online-Katalog unter katalog.buechereien.wien.at abrufbar.

Mit einer gültigen Büchereikarte kann man alles ausborgen, was da ist – sogar Bongo-Trommeln. Die waren übrigens der erste Gegenstand, den sich ein Wiener aus der Library of Things 2019 geholt hat. Wie das dann mit seinen Nachbarn war, ist nicht überliefert.

Leila – Der private Leihladen in Wien

Leila Wien in der Grundsteingasse 20 im 16. Bezirk ermöglicht die gemeinschaftliche Nutzung von Gegenständen. Das schont Ressourcen und damit die Umwelt, spart Geld und bietet die Möglichkeit, viele neue Dinge auszuprobieren. Von Küchengeräten über Werkzeuge bis hin zu Sportsachen findet man nützliche Gegenstände, die man vielleich ab und zu braucht, ohne sie gleich kaufen zu wollen. Geringe Leihgebühren fallen an.

Text ♥ lui   © Foto: Stefan Joham

Günstige Schätze im 48er-Tandler

Second Hand: Auf dem 900 Quadratmeter großen Areal des Wiener Altwarenmarktes der MA48 in der Siebenbrunnenfeldgasse 3 (1050 Wien) gibt es nicht nur Omis altes Porzellan, sondern auch Fahrräder, Vintage-Möbel, Tierwaren, Werkzeug, Bücher, Elektroartikel und manchmal sogar flippige Kleidungsstücke zu entdecken.

Das bunte Sortiment kommt aus eigenen Boxen, die auf jedem Mistplatz stehen und in denen die WienerInnen gut Erhaltenes spenden können. Der 48er-Tandler verkauft diese Waren entweder weiter, um mit dem Erlös karitative Projekte zu finanzieren, oder aber die gespendeten Altwaren werden sofort einer karitativen Organisation übergeben.

Details zu Verkauf und Abgabe von Altwaren finden sich HIER.

Text ♥ lui   © Foto: Diesner