Öffi-Wanderguide der Naturfreunde

Die Naturfreunde haben eine kostenlose Broschüre mit 46 familienfreundlichen Wanderungen zu Naturfreunde-Hütten bzw. auf Naturfreunde-Wegen in ganz Österreich aufgelegt. Alle beschriebenen Touren sind mit Bahn und/oder Bus erreichbar. Die Broschüre hat 120 Seiten und kann gratis angefordert (oder auch heruntergeladen) werden.

Anfordern oder Downloaden der Wander-Broschüre HIER.

Und falls man schon dabei ist: einen Gratis-Folder für Wanderungen mit Kindern gibt’s auch :-)

Text ♥ lui   © Foto: Lena Helfinger

Mit der Bahn zum Berg

Wanderbare Outdooraktivitäten, die umweltschonend auch ohne Auto machbar sind, präsentiert die  Online-Plattform „Bahn zum Berg“. Und das besonders gut, weil der gemeinnützige Verein eine Reihe von StammautorInnen hat, die die Touren selbst machen und detailliert beschreiben, fotografieren und z.B. auch mit Hütten verlinken. Feine Sache!

Von 13 verschiedenen Städten aus  werden Tourenvorschläge gemacht, Wien ist auch darunter. Ebenso dabei: Bischofshofen, Bruck an der Mur, Feldkirch, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Leoben, Linz, München, Mürzzuschlag, Salzburg und Wiener Neustadt.

Touren und Details unter Bahn-zum-Berg HIER.

Text ♥ lui   © Foto: Margit Wallner

Mini-Nationalpark in Favoriten

Am Anfang war es „nur“ naturnahes Gemeinschaftsgärtnern. Entstanden ist dabei eine Art Mini-Nationalpark in Favoriten – mit erhöhter Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren, vermehrten Begegnungen (von Mensch zu Mensch ebenso wie von Mensch zu Tier), extrem gesteigerter Zufriedeheit der BewohnerInnen (menschlich wie tierisch) und sogar mehreren Auszeichnungen.

In der Pioniersiedlung in der Favoritenstraße 235 haben einige Menschen „einfach“ damit begonnen, ihre Wohnanlage und vor allem deren Grünraum aktiv und nachhaltig mitzugestalten. Das ganze ging auf, wurde von Organisationen wie Global 2000 (mit dem Projekt „Nationalpark Garten“) oder der Wiener Umweltberatung unterstützt und entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt, was sozial-ökologische Partizipation in bestehenden urbanen Siedlungen betrifft.

Die Grünflächen wurden auf naturnahes Gärtnern umgestellt, betreut durch dafür ausgebildete MitarbeiterInnen eines sozial-ökonomischen Betriebes. Brüllende Rasenmäher und dröhnende Laubbläser sind seither Geschichte. So steigerte sich die Artenvielfalt ebenso wie die Begeisterung der Anrainerschaft, so mancher pflanzt jetzt Blumen in den verschiedensten Winkeln der Anlage oder gärtnert in den Gemeinschaftsbeeten direkt vor den Fenstern drauflos. Natur, Umwelt und Mikroklima profitieren davon und das alles erzielte auch öffentlichen Impact: Die Wohnanlage bekam im August 2019 als erste die Plakette „Naturnahe Grünoase“ der Stadt Wien verliehen. Ein kurzer TV-Beitrag von W24 zeigt, was zu gewinnen ist, wenn BewohnerInnen ungebremst ihre grünen Daumen einsetzen und der Umgebung ein bißchen Wildnis lassen düfen.

Um diese Aktivitäten und damit das bisherige Engagement der BewohnerInnen weiter zu unterstützen, hat SOL – „Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil“ – bis Ende 2020 eine Servicestelle nahe der Pioniersiedlung eingerichtet. Es werden weitere gemeinsame Aktivitäten organisiert, Infomaterial wird erstellt und SOL dokumentiert die Entwicklung dieser schlauen Alternative zum gnadenlosen Rasenmähen.

Mehr Details und auch Führungen gibt es bei: SOL-Servicestelle Sapphogasse 20/1 in 1100 Wien, geöffnet Dienstags 10-14 Uhr. Telefon 0680 208 7651, Mail to pionier-oase@nachhaltig.at

Text ♥ lui   © Foto: SOL

Gartenbau statt Garagen-Grau

Ein für 3 Jahre angesetztes Zwischennutzungsprojekt versieht in Ottakring Beton mit Blüten: Die „Garage Grande“, ein aufgelassenes fünfstöckiges Parkhaus Ecke Deinhardsteingasse/Friedrich-Kaiser-Gasse, ist sei Juli (2020) ein Ort zum Experimentieren, Gärtnern, Workshoppen, Diskutieren, Ausprobieren und Menschen-Treffen.

Im Zentrum steht das Thema „Begrünung der Stadt“. Die Erfahrungen der kommenden Jahre sollen der – immer wichtiger werdenden – Begrünung in ganz Wien zugute kommen.

Der Anfang in Ottakring ist schon gemacht: Die ersten zarten Kletterpflanzen wie Kiwi und Hopfen ranken sich entlang der Fassade, im 1. Stock der Garage garteln AnrainerInnen in Pflanztrögen entlang der Fenster und im 3. Stock sind zwei Bienenvölker eingezogen.Was natürlich noch immer viel Platz für weitere Ideen und Umsetzungen läßt.

Betreut wird das Projekt von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung, vieles findet in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum green4cities statt.  Ermöglicht hat die Zwischennutzung der Eigentümer, Bauunternehmer Hans-Jörg Ulreich. Gartenbau statt Garagen-Grau auf 2.500 Quadratmetern Fläche – eine tolle Nutzung und viel zusätzlicher öffentlicher Raum für alle. Echt fein!

Die Gebietsbetreuung (GB*) ist jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr im neuen Grätzel-Treff Deinhardsteingasse vor Ort. Sie informiert, zeigt die Räume her und sammelt neue Ideen zur Nutzung der Garage. Die werden auch gerne per Mail angenommen: garagegrande@gbstern.at

Mehr zu Projekt und Terminen direkt bei der Gebietsbetreuung.

Text ♥ lui   © Grafik: GB*

Geld für grüne Fassaden und Dächer

Besseres Kleinklima, weniger Feinstaub, mehr Kühle im Sommer: begrünte Fassaden und Dachlandschaften sind nicht nur schön, sondern auch nützlich für die Um- und Tierwelt in der Stadt. Die Wiener Umweltschutzabteilung fördert daher Innenhof-Begrünungen mit bis zu 3.200 Euro, straßenseitige Fassadenbegrünungen mit bis zu 5.200 Euro und Dachbegrünungen mit bis zu 20.200 Euro.

Anträge zur Einreichung, diverse Leitfäden und Projekte finden sich online beim städtischen Umweltschutz.

Zug statt Flug: Ein Reisebüro der anderen Art

Der Wiener Gründer des Reisebüros „traivelling“ war noch keine 19, als er die Erfahrung gemacht hat: Es ist nicht so ganz leicht, halbwegs geplant von Wien nach Vietnam mit dem Zug zu fahren. Und es wäre einfacher, man hätte jemanden, der das mit den Zug- und Anschluss-Tickets vorab organisiert. Das wiederum ist von zu Hause aus für Länder wie Vietnam, Indien oder andere entfernte Staaten – erraten – auch nicht so ganz leicht. Also hat Elias Bohun nach der Matura ein alternatives Reisebüro gegründet: Traivelling. Mittlerweile arbeitet dort auch sein Vater. Ein Familienunternehmen in umgekehrter Reihenfolge, sozusagen.

Traivelling finanziert sich durch Bearbeitungsgebühr und bietet diverse Zugreisen als Pakete in Europa und Asien ebenso an wie individuell geschnürte Packages.

Von Wien nach Vietnam beispielsweise (über Kiev, Moskau, Nur-Sultan, Almaty, Urumqui und Nanning mit Endstation Hanoi) muss man mit etwa 650 Euro für eine Richtung rechnen. Reine Reisezeit sind dabei 8 Tage. Bohun, der diese Reise selbst gemacht hat, empfiehlt etwa 16 Tage dafür zu planen und die Strecke zu genießen: „Ich fand es äußerst beeindruckend, was ich am Weg erlebt und gesehen habe.“

Nähere Informationen unter https://www.traivelling.com/

Auto ohne Aufwand: Carsharing

Nur wer gar kein Auto braucht, lebt unbeschwerter. Ansonst ist Car-Sharing eine schlaue Alternative in der Großstadt: Keine Pickerl-Termine mehr! Nie wieder Reifen-Wechsel! Parkpickerl ade, keine Garagenkosten, keine Versicherung und noch dazu: nicht einmal Anschaffungs- oder Leasing-Kosten. Außerdem weniger Parkplatz-Sorgen trotz eines bereitstehenden Autos, wenn man es braucht – klingt paradiesisch für verkehrsgeplagte GroßstädterInnen, oder?

Die nachvollziehbare Sorge, dass die Carsharing-Flotten insgesamt noch mehr Autos in die Stadt spülen, kann mittlerweile entkräftet werden. Im Wien-Schnitt sind etwa 40 Prozent der Haushalte Auto-frei. Jene Haushalte, in denen Carsharing genützt wird, sind zu mehr als 70 Prozent autofrei.

Eine Auswahl an Informationen über Standorte und Carsharing in Wien:

carsharing-wien.com

wien.gv.at/carsharing

carsharing-wien.net

data.gv.at/carsharingstandortewien

Bitte einsteigen! Was die Öffis können

5.390 Haltestellen, 8.600 MitarbeiterInnen und 966 Millionen jährliche Fahrgäste (oder genauer: Fahrten) zählen die Wiener Linien mittlerweile. Was die Wiener Öffi-NutzerInnen der Umwelt durch fast einen Milliarde Fahrten jährlich ersparen, ist beeindruckend. Während ein Pkw in Wien im rechnerischen Schnitt mit 1,2 Personen unterwegs ist, passen in eine Straßenbahn bis zu 200 und in eine U-Bahn bis zu 900 Menschen, Hunde und zu bestimmten Zeiten auch Fahrräder. Würde man 900 Personen auf Autos verteilen – mit dem Schlüssel 1,2 -, dann ergäbe das 750 Fahrzeuge und eine Blechschlange von ungefähr drei Kilometern Länge.

Von Hunden, Rädern und Jahreskarten

Der Unterschied zwischen Hund und Rad ist in der U-Bahn übrigens nur ein gradueller: Hunde fahren gratis, aber nicht alle. Fahrräder fahren gratis, aber nicht immer.

In der U-Bahn darf man von Montag bis Freitag jeweils von 9 Uhr bis 15 Uhr und ab 18:30 Uhr gratis sein Fahrrad mitnehmen, am Wochenende den ganzen Tag. Nicht gut ist es, Fahrräder in Straßenbahnen und Bussen mitzunehmen – außer es sind Klappräder in Kauerstellung. Die Fahrradmitnahme in der U-Bahn geht mit jeder Art von Fahrschein. Wer eine Jahresnetzkarte besitzt, kann seinen Drahtesel aber zusätzlich in der Schnellbahn und in Regionalzügen der ÖBB in der Kernzone Wien gratis mitnehmen.

Wenn man mit Hund unterwegs ist, macht die Art des Fahrscheins den Unterschied aus. Bei JahreskartenbesitzerInnen darf der Vierbeiner immer gratis mit, Beißkorb und Leine sind Pflicht (nur für den Hund). Kleine Hunde, die in einer Transportbox oder Tasche sitzen, dürfen auch generell kostenlos mit – für größere Hunde braucht man aber, falls man keine Jahresnetzkarte hat, einen eigenen Fahrschein. Wie oft Bernhardiner und Co. mitfahren beziehungsweise kontrolliert werden, ist nicht überliefert.

Dienstgeber nach „Jobticket“ fragen

Falls der Dienstgeber einem Dienstnehmer oder einer Dienstnehmerin ein sogenanntes Jobticket bezahlt, dann hat das für beide Seiten Vorteile: Die Kosten des Jobtickets sind beim Arbeitgeber Betriebsausgaben und verursachen keine Lohnnebenkosten. Und die ArbeitnehmerInnen müssen keinen Sachbezug versteuern. Mehr Infos dazu HIER.

Strom beim Bremsen, Grünzeug im Warteraum

Weitere nachhaltige Nebeneffekte der Öffis: Straßenbahnen nutzen Bremsenergie und speisen bis zu 30 Prozent davon zurück ins Oberleitungsnetz. Und mit der 2019 gestarteten probeweisen Begrünung von Wartehäuschen wird versucht, ein paar Schatteninseln mehr gegen die Hitze im Sommer anzupflanzen.

Vorerst haben allerdings nur fünf Wartehäuschen Tröge mit Mauerkatzen bekommen. Sie finden sich bei den Haltestellen Universitätsring/Stadiongasse (Linien 1, 71, D), Salztorbrücke (Linie 1), Julius-Raab-Platz (Linie 1), Weihburggasse (Linie 2) und vor der U2 Station Krieau (82 A, Vorgartenstraße).

Mehr allgemeine Infos über die Öffis unter www.wienerlinien.at

© Wiener Linien/Johannes Zinner

Radwegnetz – Entspannt durch Wien

Immer mehr Menschen verzichten in Wien auf das Auto und fahren mit dem Fahrrad. Sei es aus ökologischer oder gesundheitlicher Sicht, mit rund 1.398 Kilometern Radverkehrsnetz wird eine gute Alternative ermöglicht.

Wer Sorge hat, im oft dichten Stadtverkehr mit dem Rad direkt auf der Straße zu fahren, für den bietet sich ein Blick in den fahrradwien/routenplaner an. Dort wird über Radwege, Radfahrstreifen und Radrouten bis hin zu verkehrsberuhigten Bereichen informiert. Zudem kann man sich unter diesem Link auch leicht eine Route berechnen lassen.

Mehr Infos dazu unter www.fahrradwien.at