Ausborgen statt kaufen: 7000 Brettspiele

Nicht für jeden Spieleabend gleich ein neues Brettspiel kaufen – aber trotzdem immer etwas anderes zum Ausprobieren haben? Geht! Für 10 bzw. 20 Cent pro Tag (ja, wirklich so wenig) lassen sich im Spieleverleih von wienXtra in der Albertgasse 37 in der Josefstadt Brettspiele ausborgen. Etwa 7000 davon stehen zur Verfügung, via Online-Katalog kann man vorab stöbern.

Ebenfalls sehr gut: Die ausführlichen Beschreibungen und Besprechungen der Spiele, die online abrufbar sind.

In Corona-Zeiten ist ein Blick auf die Website vorab sowieso ein Muss, um die aktuellen Möglichkeiten fürs Ausborgen zu checken. Von erweiterten Öffnungszeiten (!) bis zur Sperre ist momentan alles möglich.

Details, Öffnungszeiten, aktuelle Ausleih-Möglichkeiten lassen sich in der Spielebox hier abklären.

Wer lieber zum Hörer greift: Tel. 01 4000-84400

Text ♥ lui   © Foto: Gianni Crestani

 

 

Sozialmarkt für Kinder- & Lernspielzeug

SOS-Kinderdorf hat in der Schönbrunner Straße 75 mit dem Ballon den erste Sozialmarkt für Spiel- und Kinderwaren eröffnet. Das Geschäft soll sich zudem zu einem Treffpunkt für Nachbarschaftsaustausch, gegenseitige Hilfe und Beratung entwickeln.

Zu besonders günstigen Preisen sind zu erwerben: Holzspielzeug, Kinder- und Jugend- sowie Schulbücher, Lern- und Konstruktionsspielzeug, Brettspiele und Puzzles, Puppen mit Zubehör, Spielzeugautos & Kinderfahrzeuge, Sportartikel, Bekleidung für Kleinkinder bis Größe 122 sowie Tragehilfen, Kostüme für Kinder, Schreib- und Bastelmaterial sowie Lego, Playmobil und Spielfiguren. Das Sortiment kann sich natürlich laufend änern. Einkaufsberechtigt sind Personen, deren monatliches Nettoeinkommen 1.200 Euro nicht überschreitet und die sich beim Sozialmarkt registrieren. Für Paaren beträgt das maximale Einkommen 1.600 Euro, pro Kind erhöht sich der Maximalbetrag um 250 Euro.

Die Waren sind zu einem Gutteil secondhand, aber „ausgezeichnet beieinander“, wie SOS-Kinderdorf-Geschäftsleiter Clemens Klingan verspricht: „Wir versuchen, auch Kindern aus ärmeren Familien eine Möglichkeit zu geben, gutes Spielzeug und schöne Kleidung zu bekommen“, sagte er. Sachspenden sind daher immer willkommen.

Öffnungszeiten von Ballon in der Schönbrunner Straße 75:

Di: 10:00 Uhr – 16:00 Uhr
Mi: 12:00 Uhr – 18:00 Uhr
Fr: 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Erster Samstag im Monat: 9:00 Uhr – 13:00 Uhr

Allfällige Spendenabgaben im Ballon vorzugsweise dienstags; beziehungsweise in der Bezirksvorstehung Margareten (Schönbrunner Straße 54) donnerstags von 9:00 – 17:00 Uhr. Wer andere Zeiten benötigt, kann diese auch per Mail vereinbaren: sos-ballon@sos-kinderdorf.at

Details über den Ballon gibt es bei SOS-Kinderdorf HIER.

Text ♥ lui   © Foto: Gerhard Berger | SOS-Kinderdorf

Agentur für soziale Verantwortung

Das Konzeptbüro Visionistas unterstützt und berät Unternehmen, die ihre soziale Verantwortung in der Gesellschaft wahrnehmen, ausbauen und leben möchten. Dabei geht es um deutlich mehr als darum, Futter für Social-Responsibility-Berichte zu erzeugen. Das Ziel sind nachhaltige Effekte und sozialer Mehrwert, der der Gesellschaft zugute kommt.

Sozialer Impact als wirtschaftliche Erfolgsstrategie? Die Gründerinnen von Visionistas, Anna Oberdorfer (links im Bild) und Stefanie Summerauer (rechts im Bild), haben dazu eine klare Haltung: „Wir sind überzeugt, dass sich sozialer Impact und wirtschaftlicher Profit nicht ausschließen. Im Gegenteil: Vor allem in Krisenzeiten wollen KonsumentInnen wissen, wo Unternehmen stehen – abseits des Gefüges von Kauf und Verkauf. Als Agentur für soziale Verantwortung haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Unternehmen und Organisationen dabei zu unterstützen, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen, umzusetzen sowie transparent und glaubwürdig zu kommunizieren.“

Zu den angebotenen Leistungen der Visionistas gehören Strategie und Beratung, Kommunikation, Events und Workshops.

Leitlinien und Details unter visionistas.at

Text: ♥ lui   © Foto: Benedikt Weiss

Mini-Nationalpark in Favoriten

Am Anfang war es „nur“ naturnahes Gemeinschaftsgärtnern. Entstanden ist dabei eine Art Mini-Nationalpark in Favoriten – mit erhöhter Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren, vermehrten Begegnungen (von Mensch zu Mensch ebenso wie von Mensch zu Tier), extrem gesteigerter Zufriedeheit der BewohnerInnen (menschlich wie tierisch) und sogar mehreren Auszeichnungen.

In der Pioniersiedlung in der Favoritenstraße 235 haben einige Menschen „einfach“ damit begonnen, ihre Wohnanlage und vor allem deren Grünraum aktiv und nachhaltig mitzugestalten. Das ganze ging auf, wurde von Organisationen wie Global 2000 (mit dem Projekt „Nationalpark Garten“) oder der Wiener Umweltberatung unterstützt und entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt, was sozial-ökologische Partizipation in bestehenden urbanen Siedlungen betrifft.

Die Grünflächen wurden auf naturnahes Gärtnern umgestellt, betreut durch dafür ausgebildete MitarbeiterInnen eines sozial-ökonomischen Betriebes. Brüllende Rasenmäher und dröhnende Laubbläser sind seither Geschichte. So steigerte sich die Artenvielfalt ebenso wie die Begeisterung der Anrainerschaft, so mancher pflanzt jetzt Blumen in den verschiedensten Winkeln der Anlage oder gärtnert in den Gemeinschaftsbeeten direkt vor den Fenstern drauflos. Natur, Umwelt und Mikroklima profitieren davon und das alles erzielte auch öffentlichen Impact: Die Wohnanlage bekam im August 2019 als erste die Plakette „Naturnahe Grünoase“ der Stadt Wien verliehen. Ein kurzer TV-Beitrag von W24 zeigt, was zu gewinnen ist, wenn BewohnerInnen ungebremst ihre grünen Daumen einsetzen und der Umgebung ein bißchen Wildnis lassen düfen.

Um diese Aktivitäten und damit das bisherige Engagement der BewohnerInnen weiter zu unterstützen, hat SOL – „Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil“ – bis Ende 2020 eine Servicestelle nahe der Pioniersiedlung eingerichtet. Es werden weitere gemeinsame Aktivitäten organisiert, Infomaterial wird erstellt und SOL dokumentiert die Entwicklung dieser schlauen Alternative zum gnadenlosen Rasenmähen.

Mehr Details und auch Führungen gibt es bei: SOL-Servicestelle Sapphogasse 20/1 in 1100 Wien, geöffnet Dienstags 10-14 Uhr. Telefon 0680 208 7651, Mail to pionier-oase@nachhaltig.at

Text ♥ lui   © Foto: SOL

Exklusiver Musikunterricht mit Mehr

DoReMi versteht sich als soziales Musikinstitut. Menschen verschiedener Herkunft, reich und arm, hier geboren oder nicht: Musikunterrich soll sie verbinden und für jeden leistbar sein. Daher kann jede und jeder selbst entscheiden, wieviel sie oder er für den Unterricht im DoReMi (9. Bezirk, Nußdorferstraße 65/11) zahlen will oder kann.

Der Unterricht ist jedenfalls höchst exklusiv: 2 SchülerInnen kommen im Paarunterricht auf 1 MusiklehrerIn!

Ansehen kann man sich die Lehrenden und ihre Instrumente HIER.

Nähere Infos, Anmeldeformulare und Kontakt zu DoReMi: HIER

Eingebettet ist DoReMi übrigens in das Projekt Open Piano for Refugees – auch spannend!

Text ♥ lui   © Illustration: Stux

Gartenbau statt Garagen-Grau

Ein für 3 Jahre angesetztes Zwischennutzungsprojekt versieht in Ottakring Beton mit Blüten: Die „Garage Grande“, ein aufgelassenes fünfstöckiges Parkhaus Ecke Deinhardsteingasse/Friedrich-Kaiser-Gasse, ist sei Juli (2020) ein Ort zum Experimentieren, Gärtnern, Workshoppen, Diskutieren, Ausprobieren und Menschen-Treffen.

Im Zentrum steht das Thema „Begrünung der Stadt“. Die Erfahrungen der kommenden Jahre sollen der – immer wichtiger werdenden – Begrünung in ganz Wien zugute kommen.

Der Anfang in Ottakring ist schon gemacht: Die ersten zarten Kletterpflanzen wie Kiwi und Hopfen ranken sich entlang der Fassade, im 1. Stock der Garage garteln AnrainerInnen in Pflanztrögen entlang der Fenster und im 3. Stock sind zwei Bienenvölker eingezogen.Was natürlich noch immer viel Platz für weitere Ideen und Umsetzungen läßt.

Betreut wird das Projekt von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung, vieles findet in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum green4cities statt.  Ermöglicht hat die Zwischennutzung der Eigentümer, Bauunternehmer Hans-Jörg Ulreich. Gartenbau statt Garagen-Grau auf 2.500 Quadratmetern Fläche – eine tolle Nutzung und viel zusätzlicher öffentlicher Raum für alle. Echt fein!

Die Gebietsbetreuung (GB*) ist jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr im neuen Grätzel-Treff Deinhardsteingasse vor Ort. Sie informiert, zeigt die Räume her und sammelt neue Ideen zur Nutzung der Garage. Die werden auch gerne per Mail angenommen: garagegrande@gbstern.at

Mehr zu Projekt und Terminen direkt bei der Gebietsbetreuung.

Text ♥ lui   © Grafik: GB*

„FragNebenan“ die Nachbarn an

Anrainer zu Nachbarn zu machen, ist Ziel von „FragNebenan“. Auf der Plattform werden NachbarInnen vernetzt, können Fähigkeiten und Dinge austauschen, einen Frisör für daheim suchen, Kleinanzeigen aufgeben, einer Gruppe beitreten, vom örtlichen Bio-Markt erfahren, Fahrgemeinschaften gründen und und und. Nachbarschaftshilfe anbieten oder suchen wie z.B. Blumen gießen oder einkaufen gehen gibt es genauso wie eine gemeinsame Abnehm-Gruppe, Hilfe bei Übersetzungen, Dinge zu verschenken und vieles mehr.

Damit in diesem online gestarteten Nachbarschaftszentrum alles mit rechten Dingen zugeht, wird man beim Mitmachen um eine Registrierung gebeten – mit Name und Adresse. Via Postkarte soll dann ein Code ankommen,  mit dem man sich künftig einloggen kann. Das dauert zwar ein bißchen sehr lange (genau gesagt: bei mir kam gar nix an und ich warte noch immer auf eine Antwort des elektronischen „Hausmeisters“ . . .); wenn es aber geklappt hat, können sich alle sicher sein, es im Forum ausschließlich mit echten NachbarInnen zu tun zu haben. Via E-Mail bekommt man die neuesten Infos aus der direkten Umgebung.

Neugierig geworden? Details unter FragNebenan.

Vielen Dank an Karin, die über FragNebenan gern ihre überzähligen Paradeiser-Stauden verschenkt. Sie hat uns geschrieben und findet, dass dieses Forum auf love vienna now nicht fehlen darf. Finden wir auch!

Text ♥ lui   © Bild: Paolo Chieselli

 

„Kostnix“, der Gratisladen

Ohne Geld „einkaufen“, das kann man im Kostnix-Laden im 12. Bezirk in der Ratschkygasse 14, Eingang um die Ecke Erlgasse.

Man kann zwanglos vorbeischauen und aus dem Laden mitnehmen, was man braucht. Außerdem kann man Sachen vorbeibringen, die z.B. zuhause ungenutzt herumliegen und die man sowieso schon längst loswerden wollte. Im Prinzip ist der Kostnix-Laden also ein Lagerraum für Dinge, die abgegeben und gratis weitervermittelt werden. Derzeit gibt es hier unter anderem Bücher, Gewand, Videos, CDs, Geschirr, Haushaltsartikel, Elektrogeräte, Schuhe und noch vieles mehr.

Geöffnet ist Montag, Donnerstag und Freitag jeweils von 15 bis 20 Uhr.

Kost-Nix-Projekte werden von den InitiatorInnen nicht nur als wissenschaftliche Mikro-Experimente verstanden, sondern sie sind Teil einer sozialen Bewegung. Sie sollen ein direkter Beitrag zu einem selbstbestimmteren Leben sein und mittelfristig helfen, ökonomische Zwänge zu reduzieren. Menschen sollen erleben können, dass Teilen und Kooperation eine angenehmere Gesellschaftsbasis abgeben können als Konkurrenz und Konsumdruck.

Nähere Informationen – auch darüber, welche Gegenstände im Kostnix-Laden gerne angenommen werden und wie man die Initiative fördern kann – finden sich auf der Hompage des Kostnix-Ladens.

Text ♥ lui   © Foto: Joham

Bio-Arbeit weltweit für Kost und Logis

WWOOF steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“, also die weltweite Möglichkeit, in nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieben (mit Tieren oder auch ohne) mitzuarbeiten. Das geschieht gegen Kost und Logis, aber unbezahlt. Auch die Anreisekosten trägt man selbst. Intention des Programmes sind kultureller Austausch, Weiterbildung und Erfahrungsgewinn für die WwooferInnen sowie Unterstützung für die GastgeberInnen. Das funktioniert international in mehr als 100 Ländern der Welt und auch in Österreich. Hierzulande nehmen mehr als 320 biologische Höfe teil, fünf davon sogar in Wien.

Die Länge des Aufenthaltes und die Intensität der Mitarbeit – etwa zwischen 4 und 6 Stunden am Tag – sind Vereinbarungssache zwischen GastgeberIn und WwooferIn. Oft ist dies auch bereits bei der Ausschreibung des Hofes/der Destination ersichtlich.

Zum Wwoofen ist (fast) jedes Alter geeignet, einige Länder akzeptieren aber frühestens 18jährige, andere verlangen bei Jüngeren die Zustimmung der Eltern. Nach oben sind die Grenzen offen. Wwoofen geht mit oder ohne Vorbildung! Grundlegende Sprachkenntnisse fürs Gastland sind natürlich ratsam und willkommen, manchmal geht das Sprache-Erlernen aber auch fast nebenbei oder wird von den GastbergerInnen tatkräftig unterstützt.

Eine gute Möglichkeit also, um – vielleicht in den Ferien, vielleicht in einem Freijahr, vielleicht im Urlaub – aus Neugierde einmal in eine ganz andersartige Alternative hinein zu schnuppern. Oder z.B. auch, um einen lange gehegten Traumberuf an der Realität zu messen, bevor man sich endgültig für eine Neuorientierung entscheidet. Vom Sennen auf der österreichischen Alm bis zur Mitarbeit im australischen Bambuspark – die Möglichkeiten sind enorm.

Details und Infos in deutscher Sprache unter Wwoof Österreich.

Details und Infos in englischer Sprache unter Wwoof International.

Info-Video:

Text ♥ lui   © Foto: Pyulus

Suchen und Finden im Grätzl

Räume suchen oder vermieten („Raumteiler“), Werkzeuge ganz in der Nähe zur Mit-Nutzung anbieten („Tool-Teiler“), die eigenen Leistungen bewerben, Workshops finden, sich mit anderen austauschen: die Initiative „ImGrätzl“ bietet eine gut gestaltete und gratis zu nutzende Plattform.

WienerInnen können sich dort über Naheliegendes in allen Bezirks-Grätzeln der Stadt informieren, sich in Gruppen vernetzten, Treffen organisieren und vieles mehr. Eine Intention der Plattform ist, lokale Kräfte zu bündeln und damit besonders Selbstständige, kleine Unternehmen, Kulturschaffende und lokale MacherIinnen zu stärken. Wienweit ausgerollt wurde die Initiative 2016, heute sind weit mehr als 6000 Menschen, Vereine und Gruppen auf der Plattform registriert.

Reinschauen und in die Bezirksteile schnupper unter ImGrätzl.

Vielen Dank für den Hinweis an Karin, die sich bei der Suche nach einem Praxisraum ImGrätzl umgesehen und love vienna now davon berichtet hat. Sie findet, dass dieses erfolgreiche Community-Projekt hier bei uns nicht fehlen darf. Finden wir auch!

Text ♥ lui    © Foto: Gerhard Bögner    © Grafik: ImGrätzl