Mit Suchmaschine Ecosia Bäume pflanzen

„Im Schnitt finanzieren 45 Suchanfragen mit ,Ecosia‘ einen Baum“, erklärt Ecosia-Gründer Christian Kroll. Die Firma – ein 2009 mit Sitz in Berlin gegründetes Unternehmen mit mehr als 45 MitarbeiterInnen – betreibt eine ökologische Suchmaschine. Sie gilt laut Greenpeace als ein seriöses Vorzeigeprojekt, da Ecosia einsehbare Klimamaßnahmen liefert und monatliche Finanzberichte offenlegt. Auch der Server wird mit Solarenergie betrieben.

Aber wie funktioniert das mit den Bäumen?

„Wenn man bei Ecosia auf die Werbeanzeigen klickt, bekommt Ecosia von den werbenden Unternehmen Geld. Nachdem die laufenden Kosten wie Gehälter, Büro und Marketing gedeckt wurden, werden mindestens 80 Prozent der monatlichen Gewinne eingesetzt, um dort Bäume zu pflanzen, wo sie am meisten benötigt werden  ̶  in Burkina Faso, Madagaskar, Peru, Marokko, Brasilien, Nicaragua, Äthiopien, Tansania und vielen anderen Ländern“, versprechen die Betreiber. In den vergangenen Jahren seien so jeweils ca. sieben Millionen Euro in die weltweite Aufforstung geflossen.

Hier wirkt’s sogar ohne Werbung

Aber was ist, wenn man als UserIn z.B. darauf achtet, keine Werbung anzuklicken? Oder gar einen Werbeblocker verwendet? Macht nichts, Ecosia hat sich auch dazu etwas überlegt: „Selbst wenn ihr einen Werbeblocker verwendet oder nie auf Anzeigen klickt, tragt ihr trotzdem zu unserer Bewegung bei, indem ihr die Anzahl der Ecosia-Nutzer erhöht. Je mehr aktive Nutzer wir jeden Monat haben, desto relevanter wird Ecosia auch für unsere Werbekunden.“

Vorbildlicher Datenschutz

Sowohl Ecosias Suchergebnisse als auch die Suchanzeigen werden von Bing geliefert. Ecosia versichert, keine persönlichen Nutzerprofile zu erstellen und: „Sämtliche Suchanfragen werden von uns innerhalb einer Woche anonymisiert. Wir verkaufen deine Daten und deine Suchanfragen nicht an Werbetreibende weiter.“

Wer sich näher über diese Alternative zu herkömmlichen Suchmaschinen informieren oder gar auf diese Weise ein Bäumchen pflanzen will: www.ecosia.org

Recherche über die Hilfskraft von Spenden

GiveWell ist eine amerikanische Non-Profit-Organisation, die hauptsächlich aus ehemals im Finanzsektor beschäftigten Personen besteht. Ihr selbstgesetztes Ziel ist es, den Effekt von Spendengeld auf dessen Hilfskraft und Effizienz zu prüfen – und dann jene Organisationen zu empfehlen, die „das Beste pro gespendetem Dollar“ für die EmpfängerInnen erreichen.

Dabei zählt nicht in erster Linie die Summe des Spenden-Geldes, welches abzüglich der Verwaltungs-, Gehalts- und Werbekosten schließlich im Empfängerland ankommt. Sondern die Recherche setzt beim Effekt an: Wieviel Hilfe, Rettung oder Lebensverbesserung bewirkt der  jeweilige Spendendollar (oder Euro) in dem Umfeld, in dem er eingesetzt wird? Beispielsweise kann das die Frage einbeziehen, wieviel Kinder zur Schule gehen können, weil ihre Eltern durch die Gabe von Malaria-Medikamenten wieder arbeitsfähig sind. Oder wieviel Kinder durch Vitaminverabreichung ein besseres Leben führen können.

Tatsächlich konzentrieren sich viele der von GiveWell am stärksten empfohlenen Spendenorganisationen auf die Bekämpfung von Malaria, die Versorgung von Kindern mit Vitaminen sowie Entwurmung. Die Top-Liste der Spendenorganisationen, welchen der höchste Nutzen zugeschrieben wird, wird einmal pro Jahr veröffentlicht.

Nach eigenen Angaben finanziert sich GiveWell durch eigene Sponsoren und nimmt keine  Zahlungen jener Organisationen an, die es nach der Recherche auf die „Top-Liste“ setzt.

Weitere Details (in englischer Sprache) unter https://www.givewell.org/

Pioniere aus Wien: Getränke-Hersteller im Kampf gegen Klimawandel

Die Wiener Firma „all i need.“ leistet seit 9 Jahren Pionierarbeit in der Getränkebranche: Sie über-kompensiert den durch die Herstellung ihrer Getränke und Gebinde anfallenden CO2-Ausstoß durch internationale Aufforstungs- und Waldschutz-Projekte.

Durch die Teilnahme am „Portel-Pará Forest Conservation Project“, das die Rodung von Wäldern verhindert, sowie der eigenen „One Tree for One Picture“-Aktion, mit der sie im „all i need.“-Wald in Mexiko Bäume pflanzen, kompensieren die Unternehmer Thomas Miksits und Alexander Jiresch mehr CO2, als sie verbrauchen. Ihren Beitrag zum Umweltschutz erklärt Miksits so: „Wir fokussieren uns auf das, was uns wirklich wichtig ist, und lassen alles Unnötige hinter uns. Für unsere Natur. Für uns.“

Mehr dazu unter www.allineed.at

Sprachencafé, Kontakte knüpfen, Morgen-Kino

Der gemeinnützige Verein Station Wien vernetzt seit 1997 Menschen, und das zum gegenseitigen Vorteil. Hier geborene, ebenso wie zugewanderte Menschen profitieren im Gratis-Sprachencafé voneinander, im Kontaktepool werden sozusagen „Buddys“ vermittelt. Eine Wienerin will Türkisch lernen, eine in der Türkei geborene Frau sucht eine Wiener Begleiterin, um im Alltag – vielleicht bei einem Museumsbesuch, vielleicht beim Austausch von Kochrezepten – ihr Deutsch zu verbessern? Kein Problem. Station Wien vermittelt solche Kontakte – und nicht selten entstehen daraus dauerhafte Freundschaften.

Ein bisschen unter dem Motto: gemeinsame Sprachen helfen gegen einsame Sachen.

Ein Blick auf die Homepage zeigt die Vielfalt des Angebotes. Hier ein Auszug der Tisch-Liste aus einem Sprachencafé im Dezember: Deutsch, Italienisch, Französisch, Russisch ab 18:00 Uhr, Chinesisch ab 18:00 Uhr, Spanisch, Farsi und Englisch 17:00 bis 19:00 Uhr. Das Programm wechselt und ist jeweils eine Woche im Voraus einsehbar.

Wer einen Ciné-Morgen miterleben will, findet die Termine ebenfalls auf der Homepage angekündigt. Für die einmal im Monat stattfindenden Morgen-Kinos um 9.15 Uhr mit anschließendem Gespräch im Filmcasino wird gratis Kinderbetreuung organisiert, ebenso wie während der gratis angebotenen Basis-Kurse „Mama lernt Deutsch“. Dass die Station Wien für ihr Engagement mehrfach ausgezeichnet wurde, ist eine schöne Sache.

Mehr Informationen und aktuelle Termine unter www.stationwien.org