Nähen 1: Schuh- als Transferpapier

Die kostenlose Alternative für alle Näher und -innen: Schuhpapier und Co.!

Statt eines Transferpapiers zum Schnitt-Abpausen, das je nach Größe zwischen 5 und 20 Euro kostet, läßt sich eben so gut weißes oder helles Seidenpapier verwenden. Das bekommt man immer wieder gratis! Zum Beispiel werden darin Schuhe beim Kauf eingewickelt, wenn man sie ohne Schachtel nimmt. Manche – auch preiswerte – Lingerie-Ketten wickeln Wäscheteile beim Kauf in Seidenpapier ein, einige Blumengeschäfte tun das mit ihren Pflanzen ebenso. Und wer Geschenke in hellem Seidenpapier bekommt oder es zerknüllt als Füllmaterial in Paketen vorfindet: aufheben – glätten – und gratis als Schnittpapier verwenden!

Text ♥ lui   © Bild: Gerd Altmann | Pixabay

Nähen 2: Butterbrot- statt Transferpapier

Eine besonders günstige Alternative für alle Näh- und DIY-Fans ist: Butterbrotpapier. Die 16 Meter (!) lange und 28 Zentimeter breite Rolle kostet 80 Cent im Drogeriemarkt. Butterbrotpapier eignet sich ganz genau so gut wie das wesentlich teurere Transferpapier, das als Nähbedarf zum Übertragen von Schnittmustern verkauft wird. So zwischen 5 und 20 Euro.

Butterbrotpapier ist wunderbar transparent und ausreichend reißfest zugleich, das Abpausen der Schnittmuster gelingt damit problemlos. Die einzige – und auch das nur manchmal – nötige Adaption: für sehr breite Schnittmuster-Teile muss man zwei Streifen Butterbrotpapier nebeneinander legen und mit Tixo zusammenkleben. Ein Klacks für preisbewußte Näher und -innen!

Text ♥ lui   © Bild: ebenso

Geniales Bio-Mausstützpad aus Linsen

Ein Sackerl Linsen aus dem Kühlschrank oder dem Tiefkühler, schon schont man seine Hand am Schreibtisch bei Laptop, Computer und Co. Special Thanks to Ergotherapie im AKH, wo die hilfreiche Grundidee geboren wurde!

Und so geht’s: Am besten die flachen Tellerlinsen, alternativ auch jede andere Linsensorte (Trockenware!) in ein dünnes Sackerl aus Seide, Baumwolle oder in ein anderes hautfreundliches Material füllen. Oben mit einer Schnur zubinden, ab in den Kühlschrank oder ins Tiefkühlfach. Tellerlinsen deshalb, weil sie Kälte etwas besser speichern als kleinere Linsen-Sorten. Falls jemand die physikalische Erklärung dafür weiß: bitte gerne uns schreiben!

Wenn die Linsen kalt sind: Aus dem Kühlschrank nehmen und vor/neben die Maus legen. So, dass man das Handgelenk bzw. den Unterarm gut darauf lagern kann. Ein bißchen mit der Form und der Füllmenge des Sackerls experimentieren, und schon hat jede und jeder genau die kühle, sich selbst anpassende Unterlage, die das Arbeiten mit der Maus deutlich bequemer macht. Da das Sackerl auch gut am Schreibtisch rutscht, geht das Arbeiten wunderbar.

Meine Empfehlungen: Gleich zwei Linsen-Sackerl machen, so kann man immer eines verwenden und das andere kühlt sich einstweilen ab. Bei Bedarf tauschen. Wer noch mehr oder längere Kühlung braucht, legt eine gefrorene Kühlpatrone unter das Linsen-Sackerl! Wenn’s zu warm wird: Sackerl wenden, schon sind wieder kalte Linsen unter der Pfote.

Warum das eine schlaue Alternative ist? Herkömmliche Stütz-Mauspads sind fast immer synthetisch und nur selten aus biologischen oder unbedenklichen Materialien – und schon gar nicht kühlend! Die Kühlung ist für Computerjunkies aber echt angenehm, für Menschen mit Sehnen- oder Muskelbeschwerden sogar notwendig. Sie mindert akuten Schmerz durch das Verengen der Gefäße und fördert die Durchblutung durch die Erweiterung derselben, nachdem die Kühlung aufgehört hat (© Ergotherapie AKH).

Wer es lieber ohne Kühlung mag: Einfach das Linsensackerl ohne Kühlschrank-Lagerung verwenden. Die sich anpassende Struktur der Linsen ist jedenfalls eine sehr angenehme Stütze.

Ausprobieren und weniger leiden beim Schreiben!

Text ♥ lui   © Bilder: ebenso

Nachhaltig in Graz und im Burgenland

Ein Laden, der seine Ware verschenkt; Informationen über biologische Lebensmittel; ein Bericht über eine Einkaufsgemeinschaft: Das und vieles mehr findet sich auf zwei Plattformen, die ähnlich wie love vienna now das nachhaltige Leben in ihrer jeweiligen Region fördern. Hineinschauen zahlt sich aus!

Empfehlenswerte Details unter Nachhaltig in Graz

Empfehlenswerte Details unter Nachhaltig im Burgenland

 

 

Plaudernetz gegen Isolation

Plauderei und Freundlichkeit gegen Isolation: Täglich von 12 bis 20 Uhr stehen unter der Telefonnummer 05 1776 100 Plauder-Partner*innen am „Telefon für Mitmenschlichkeit“ für kürzere oder längere Gespräche bereit. Die Initiative von Caritas, Magenta und „Krone“ möchte verhindern, dass das körperliche Abstandhalten im Interesse der Gesundheit jene Menschen, die alleine sind, noch härter trifft als ohnehin. Menschen, die sich als Plauder-Partner*innen registriert haben, werden dabei nach dem Zufallsprinzip und anonym mit jenen Menschen verbunden, die am Plaudertelefon anrufen und gerne über Alltägliches, Freuden oder Sorgen reden wollen.

„Wir müssen das Corona-Virus isolieren, nicht aber die Menschen, die davon betroffen sind“, erklärt Caritas-Präsident Michael Landau sein Engagement: „Mit Plaudernetz bekämpfen wir die Einsamkeit und sind füreinander da. Auch und gerade jetzt. Im Gespräch und am Telefon.“

Wer sich als Plauder-Partner*in melden möchte, kann sich dafür gerne via Internet HIER, beim Plaudernetz, registrieren lassen.

 

Social Urban Mining

Ein abbruchreifes Haus als Goldmine – so kann man sich Urban Mining vorstellen. Bereits verbaute Rohstoffe in der Stadt werden dabei nutzbar gemacht, anstatt sie mit dem abzureißenden Haus zu entsorgen. Schlaue Alternative!

Alles, was in einem neuen Bau wieder sinnvoll zum Einsatz kommen kann, wird aus dem Abriss-Haus geborgen, aufbereitet und wiederverwendet. Optimalerweise kommt es sogar in genau jenem Bauwerk wieder zum Einsatz, das in der Lücke des abgerissenen Vorgängers entsteht.

Ein Wiener StarUp, die Firma „BauKarussell“, hat sich hier bereits mit medialen Erfolg etabliert. Das oben gezeigte Bild etwa entstammt der Kooperation von Bundesimmobiliengesellschaft, MedUni Wien und BauKarussel, die für den Uni-Campus Mariannengasse das größtmögliche ReUse-Potential gehoben haben.

Über die Wiederverwendung vorhandener Ressourcen hinaus hat BauKarussel sich auch ein Social Urban Mining zum Ziel gesetzt. Soll heißen: Für die operativen Rückbau-Arbeiten wird mit sozialwirtschaftlichen Betrieben kooperiert. So bietet sich Menschen, die es auf dem Arbeitsmarkt schwerer haben, eine gute Chance: Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit und eine Arbeit, die unmittelbare Ressourcen-Schonung bedeutet und damit der Umwelt nützt.

Details, Projekte und Know-How unter baukarussell.at

Foto: © Harald A. Jahn

Männer-Telefon statt Gewalt ergreifen

Die „Männerinfo“ bietet am Telefon professionelle Beratung. Österreichweit und von Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr ist sie jeweils zum Ortstarif unter der Nummer 0720 704 400 erreichbar. Geboten wird professionelle Krisen-, Deeskalations- und Konfliktberatung.

Die Nummer wird abwechselnd von sechs verschiedenen österreichischen Männerberatungsstellen betreut. Je nach Anliegen des Anrufenden wird z.B. Krisenintervention geboten, Information gegeben oder auch an regionale Beratungsstellen weitervermittelt. Anti-Gewalt-Training in der Gruppe kann ebenso ein Ergebnis eines Anrufes bei der Männerinfo sein wie die Auskunft über die Bedeutung von Wegweisungen oder einstweilligen Verfügungen.

Die „Männerinfo“ ist österreichweit zum Ortstarif von Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0720 704 400 erreichbar.

Mit Suchmaschine Ecosia Bäume pflanzen

„Im Schnitt finanzieren 45 Suchanfragen mit ,Ecosia‘ einen Baum“, erklärt Ecosia-Gründer Christian Kroll. Die Firma – ein 2009 mit Sitz in Berlin gegründetes Unternehmen mit mehr als 45 MitarbeiterInnen – betreibt eine ökologische Suchmaschine. Sie gilt laut Greenpeace als ein seriöses Vorzeigeprojekt, da Ecosia einsehbare Klimamaßnahmen liefert und monatliche Finanzberichte offenlegt. Auch der Server wird mit Solarenergie betrieben.

Aber wie funktioniert das mit den Bäumen?

„Wenn man bei Ecosia auf die Werbeanzeigen klickt, bekommt Ecosia von den werbenden Unternehmen Geld. Nachdem die laufenden Kosten wie Gehälter, Büro und Marketing gedeckt wurden, werden mindestens 80 Prozent der monatlichen Gewinne eingesetzt, um dort Bäume zu pflanzen, wo sie am meisten benötigt werden  ̶  in Burkina Faso, Madagaskar, Peru, Marokko, Brasilien, Nicaragua, Äthiopien, Tansania und vielen anderen Ländern“, versprechen die Betreiber. In den vergangenen Jahren seien so jeweils ca. sieben Millionen Euro in die weltweite Aufforstung geflossen.

Hier wirkt’s sogar ohne Werbung

Aber was ist, wenn man als UserIn z.B. darauf achtet, keine Werbung anzuklicken? Oder gar einen Werbeblocker verwendet? Macht nichts, Ecosia hat sich auch dazu etwas überlegt: „Selbst wenn ihr einen Werbeblocker verwendet oder nie auf Anzeigen klickt, tragt ihr trotzdem zu unserer Bewegung bei, indem ihr die Anzahl der Ecosia-Nutzer erhöht. Je mehr aktive Nutzer wir jeden Monat haben, desto relevanter wird Ecosia auch für unsere Werbekunden.“

Vorbildlicher Datenschutz

Sowohl Ecosias Suchergebnisse als auch die Suchanzeigen werden von Bing geliefert. Ecosia versichert, keine persönlichen Nutzerprofile zu erstellen und: „Sämtliche Suchanfragen werden von uns innerhalb einer Woche anonymisiert. Wir verkaufen deine Daten und deine Suchanfragen nicht an Werbetreibende weiter.“

Wer sich näher über diese Alternative zu herkömmlichen Suchmaschinen informieren oder gar auf diese Weise ein Bäumchen pflanzen will: www.ecosia.org

Recherche über die Hilfskraft von Spenden

GiveWell ist eine amerikanische Non-Profit-Organisation, die hauptsächlich aus ehemals im Finanzsektor beschäftigten Personen besteht. Ihr selbstgesetztes Ziel ist es, den Effekt von Spendengeld auf dessen Hilfskraft und Effizienz zu prüfen – und dann jene Organisationen zu empfehlen, die „das Beste pro gespendetem Dollar“ für die EmpfängerInnen erreichen.

Dabei zählt nicht in erster Linie die Summe des Spenden-Geldes, welches abzüglich der Verwaltungs-, Gehalts- und Werbekosten schließlich im Empfängerland ankommt. Sondern die Recherche setzt beim Effekt an: Wieviel Hilfe, Rettung oder Lebensverbesserung bewirkt der  jeweilige Spendendollar (oder Euro) in dem Umfeld, in dem er eingesetzt wird? Beispielsweise kann das die Frage einbeziehen, wieviel Kinder zur Schule gehen können, weil ihre Eltern durch die Gabe von Malaria-Medikamenten wieder arbeitsfähig sind. Oder wieviel Kinder durch Vitaminverabreichung ein besseres Leben führen können.

Tatsächlich konzentrieren sich viele der von GiveWell am stärksten empfohlenen Spendenorganisationen auf die Bekämpfung von Malaria, die Versorgung von Kindern mit Vitaminen sowie Entwurmung. Die Top-Liste der Spendenorganisationen, welchen der höchste Nutzen zugeschrieben wird, wird einmal pro Jahr veröffentlicht.

Nach eigenen Angaben finanziert sich GiveWell durch eigene Sponsoren und nimmt keine  Zahlungen jener Organisationen an, die es nach der Recherche auf die „Top-Liste“ setzt.

Weitere Details (in englischer Sprache) unter https://www.givewell.org/

Pioniere aus Wien: Getränke-Hersteller im Kampf gegen Klimawandel

Die Wiener Firma „all i need.“ leistet seit 9 Jahren Pionierarbeit in der Getränkebranche: Sie über-kompensiert den durch die Herstellung ihrer Getränke und Gebinde anfallenden CO2-Ausstoß durch internationale Aufforstungs- und Waldschutz-Projekte.

Durch die Teilnahme am „Portel-Pará Forest Conservation Project“, das die Rodung von Wäldern verhindert, sowie der eigenen „One Tree for One Picture“-Aktion, mit der sie im „all i need.“-Wald in Mexiko Bäume pflanzen, kompensieren die Unternehmer Thomas Miksits und Alexander Jiresch mehr CO2, als sie verbrauchen. Ihren Beitrag zum Umweltschutz erklärt Miksits so: „Wir fokussieren uns auf das, was uns wirklich wichtig ist, und lassen alles Unnötige hinter uns. Für unsere Natur. Für uns.“

Mehr dazu unter www.allineed.at