Gratis Tetra statt Plastik nützen

Dinge aufbewahren, trocknen, einfrieren – geht bestens in Tetrapacks. Wer Saft, Milch oder Alternativen wie Reis- und Getreidedrinks kauft, entsorgt die innerlich mit Folie beschichteten Kartons sicher brav in der gelben Tonnen.

Das ist super, muß aber nicht immer sofort sein. Einfach nach Bedarf oben den Deckel oder eine Seitenwand wegschneiden, auswaschen und verwenden! Hier am Bild trocknet Kaffeesud im Tetrapack und düngt später ganz hervorragend Tomaten und Hortensien. Vielleicht wird der Kaffee aber auch mit Kokosöl zu bestem Bio-Peeling der Welt verarbeitet, mal schauen :-)

Andere Einsatz-Varianten für die praktischen Flüssigkeits-Packungen gibt es sonderzahl: Man kann Dinge darin einfrieren, aufbewahren oder überbringen. Der famose Onkel Karli zum Beispiel hortete einst Schrauben und Muttern im Ausmaß eines halben Baumarktes in Legionen von abgeschnittenen Tetrapacks. Heute wandern nicht selten im Freundinnenkreis kleine Pflanzensetzlinge mit feuchter Erde im Tetrapack von Balkon zu Balkon, ohne Handtasche oder Topcase vollzuschmutzen. Sehr praktisch und obendrein gratis!

In die gelbe Tonne kommen die Tetrapacks also am besten erst nach ausgiebiger Zwischennutzung – und aufs Nachkaufen von kaputten Plastik-G’schirrln läßt sich so immer öfter verzichten :-)

Wem das gefällt: Auch Bienenwachstücher schützen Lebensmittel gut und helfen, Plastik oder Einwegartikel wie Folie zu vermeiden.

Text ♥ lui   © Foto: ebenso

Banane zum besten Bio-Eis machen

Ohne jede Eismaschine, nur mit Stab- oder Standmixer, gelingt das biologischste weil nackteste aller Eise. Und das geht so:

Weiche, braune oder gatschig (!) gewordene Bananen schälen, in Stücke teilen und einfrieren. Das geht sehr gut in einem Schraubglas ohne Deckel.

Wenn alles durchgefroren ist – z.B. über Nacht – herausnehmen und (sehr) kurz antauen lassen. Mit dem Stand- oder Stabmixer die gefrorenen Bananenstückchen pürieren, sie werden dabei rasch zur delikaten cold cream und schärfen auch noch die Schneidklingen des Mixers.

Das Bananen-Eis schmeckt – ohne Konservierungsstoffe und Emulgatoren – ganz großartig! Wer mag, kann beim Mixen auch viele andere Geschmäcker hineinkombinieren: ein bißchen Honig oder Ahornsirup, Zimt oder Kardamom, Kakaopulver – sogar frisch gepreßter Zitronensaft ist ein Erlebnis mit kalter Banane. Fröhliches Experimentieren!

Text ♥ lui   © Foto: ebenso

Delikatesse Radieschen-Grün

Beim Kauf von Radieschen geht’s für mich vor allem um eines: die grünen Blätter! Eine echte Delikatesse, die ich nur mit Überwindung als „Restl“ bezeichnen würde. Daher um des Genusses wegen: Bitte niemalsnicht wegwerfen! Zumindest den Meerschweinchen geben, dann sollen die sich aber eine Serviette umbinden und an den Tisch setzen. Weniger ist nicht angemessen.

Zubereitung:

Blätter der Radieschen waschen und abtropfen lassen. Von einer Biozitrone etwas Schale abschaben (geht mit Zestenschäler, feinporigem Reibeisen oder mit einem kleinen Messer).

In einer Pfanne eine beliebige Menge Sesam-Samen ohne Öl anrösten. Wenn sie Farbe angenommen haben, etwas Öl dazugeben – am besten von Olive oder Sesam. Die Zesten bzw. die abgeschabte Zitronenschale ins heiße Öl geben, kurz mitrösten.

Würzen nach Geschmack, bevor die Blätter in die Pfanne kommen. Variante europäisch: Salz, Pfeffer, Knoblauch, Muskatnuß, Gemüsesuppen-Pulver . . . Variante asiatisch: Gebräue wie  Soja- und Fishsauce, Teriyaki . . . Für die Puristen unter den KöchInnen: nicht würzen geht auch!

Den Saft einer halben Zitrone in die Pfanne zugießen und erst dann das Radieschen-Grün (ich schneide es vorher ein paarmal durch) in die Pfanne geben. So lange garen und wenden, bis das Gemüse je nach Vorliebe die gewünschte Konsistenz hat: Schön knackig, mittelfest oder gatschig. Alle drei Stadien haben etwas für sich: Knackig als Einlage für diverse Suppen, mittelfest als Zugabe zu lauwarmen Salaten oder gatschig als Belag auf ein Vollkornbrot. Köstlich!

Mit diesem Rezept versorgte Freundinnen schwören, dass sie es auch mit anderen Gemüse-Blättern erfolgreich umgesetzt haben, vor allem mit Karotten-Grün. Glaub‘ ich gerne. Aber gegen Radieschen-Blätter beißt einfach alles andere ab.

Text ♥ lui   © Foto: ebenso

 

Stroh-Strohhalm als Aha-Erlebnis

Erlebt im Restaurant Buxbaum im Heiligenkreuzerhof in der City: Der echte Strohhalm als Bio-Sauger in der hausgemachten „Minzonade“ (ja, auf dem Bild sieht es aus wie ein Mochito, doch das täuscht am hellen Tag ;-)

Das Saugen an einem echten Strohhalm kann bei gelernten Stadtkindern ein ebenso echtes Aha-Erlebnis auslösen. Auf einmal weiß man es nicht mehr nur im Kopf, sondern man fühlt es mit der Hand und an den Lippen: Die Natur gibt’s wirklich! Wesentlich länger schon als Plastik und sie versorgt uns sogar mit einer Trinkhilfe in Röhrl-Form, falls wir das wollen.

Der gemeine Stroh-Strohhalm funktioniert übrigens sehr gut. Falls an einem Ende ein Riß oder eine raue Stelle stören sollte, dreht der Mensch von Welt den Halm unverdrossen um. Oder schneidet ein Stückchen ab. So leicht geht das!

P.S. Einfach nicht darüber verzweifeln, wieviel Millionen Tonnen Plastik seit Jahrzehnten für die Herstellung von Halmen und ihrer Verpackung aufwendig produziert wurden, dampfend wieder verbrannt oder gar im Meer gelandet sind. Lieber übers Stroh freuen.

Alternative „Stroh“-Halme gibt es übrigens auch aus Glas und Edelstahl. Als langlebige Mehrwegprodukte und schöne Designgegenstände sind sie ebenfalls ein feiner Ersatz für Wegwerf-Plastik.

Text ♥ lui   © Foto: Ebenso

Mini-Nationalpark in Favoriten

Am Anfang war es „nur“ naturnahes Gemeinschaftsgärtnern. Entstanden ist dabei eine Art Mini-Nationalpark in Favoriten – mit erhöhter Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren, vermehrten Begegnungen (von Mensch zu Mensch ebenso wie von Mensch zu Tier), extrem gesteigerter Zufriedeheit der BewohnerInnen (menschlich wie tierisch) und sogar mehreren Auszeichnungen.

In der Pioniersiedlung in der Favoritenstraße 235 haben einige Menschen „einfach“ damit begonnen, ihre Wohnanlage und vor allem deren Grünraum aktiv und nachhaltig mitzugestalten. Das ganze ging auf, wurde von Organisationen wie Global 2000 (mit dem Projekt „Nationalpark Garten“) oder der Wiener Umweltberatung unterstützt und entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt, was sozial-ökologische Partizipation in bestehenden urbanen Siedlungen betrifft.

Die Grünflächen wurden auf naturnahes Gärtnern umgestellt, betreut durch dafür ausgebildete MitarbeiterInnen eines sozial-ökonomischen Betriebes. Brüllende Rasenmäher und dröhnende Laubbläser sind seither Geschichte. So steigerte sich die Artenvielfalt ebenso wie die Begeisterung der Anrainerschaft, so mancher pflanzt jetzt Blumen in den verschiedensten Winkeln der Anlage oder gärtnert in den Gemeinschaftsbeeten direkt vor den Fenstern drauflos. Natur, Umwelt und Mikroklima profitieren davon und das alles erzielte auch öffentlichen Impact: Die Wohnanlage bekam im August 2019 als erste die Plakette „Naturnahe Grünoase“ der Stadt Wien verliehen. Ein kurzer TV-Beitrag von W24 zeigt, was zu gewinnen ist, wenn BewohnerInnen ungebremst ihre grünen Daumen einsetzen und der Umgebung ein bißchen Wildnis lassen düfen.

Um diese Aktivitäten und damit das bisherige Engagement der BewohnerInnen weiter zu unterstützen, hat SOL – „Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil“ – bis Ende 2020 eine Servicestelle nahe der Pioniersiedlung eingerichtet. Es werden weitere gemeinsame Aktivitäten organisiert, Infomaterial wird erstellt und SOL dokumentiert die Entwicklung dieser schlauen Alternative zum gnadenlosen Rasenmähen.

Mehr Details und auch Führungen gibt es bei: SOL-Servicestelle Sapphogasse 20/1 in 1100 Wien, geöffnet Dienstags 10-14 Uhr. Telefon 0680 208 7651, Mail to pionier-oase@nachhaltig.at

Text ♥ lui   © Foto: SOL

Nähen 1: Schuh- als Transferpapier

Die kostenlose Alternative für alle Näher und -innen: Schuhpapier und Co.!

Statt eines Transferpapiers zum Schnitt-Abpausen, das je nach Größe zwischen 5 und 20 Euro kostet, läßt sich eben so gut weißes oder helles Seidenpapier verwenden. Das bekommt man immer wieder gratis! Zum Beispiel werden darin Schuhe beim Kauf eingewickelt, wenn man sie ohne Schachtel nimmt. Manche – auch preiswerte – Lingerie-Ketten wickeln Wäscheteile beim Kauf in Seidenpapier ein, einige Blumengeschäfte tun das mit ihren Pflanzen ebenso. Und wer Geschenke in hellem Seidenpapier bekommt oder es zerknüllt als Füllmaterial in Paketen vorfindet: aufheben – glätten – und gratis als Schnittpapier verwenden!

Text ♥ lui   © Bild: Gerd Altmann | Pixabay

Nähen 2: Butterbrot- statt Transferpapier

Eine besonders günstige Alternative für alle Näh- und DIY-Fans ist: Butterbrotpapier. Die 16 Meter (!) lange und 28 Zentimeter breite Rolle kostet 80 Cent im Drogeriemarkt. Butterbrotpapier eignet sich ganz genau so gut wie das wesentlich teurere Transferpapier, das als Nähbedarf zum Übertragen von Schnittmustern verkauft wird. So zwischen 5 und 20 Euro.

Butterbrotpapier ist wunderbar transparent und ausreichend reißfest zugleich, das Abpausen der Schnittmuster gelingt damit problemlos. Die einzige – und auch das nur manchmal – nötige Adaption: für sehr breite Schnittmuster-Teile muss man zwei Streifen Butterbrotpapier nebeneinander legen und mit Tixo zusammenkleben. Ein Klacks für preisbewußte Näher und -innen!

Text ♥ lui   © Bild: ebenso

Bienenwachs statt Alu-, Plastik und Folie

Bienenwachstücher statt Alu- und Frischhaltefolie verwenden – kennt schon jeder? Das wäre toll! Nützt schon jeder? Leider noch nicht.  Aber nach diesem Artikel . . .

Warum ist Bienenwachs eine so grandiose Alternative? Bienen bauen nicht zuletzt durch ihren Speichel und mit den in der Natur gesammelten Pollen und Harzen viele schützende Inhaltsstoffe in ihr Wachs, den Honig und das Propolis ein – sie können gar nicht anders. Die Gesundheit des ganzen Bienenvolkes hängt davon ab, wie gut der Stock gegen Keime, Erreger, Pilze und Bakterien geschützt ist. Ergo: echtes Bienenwachs kann was. Falls es mit unserer Haut oder Nahrung in Berührung kommt: wunderbar! Darum findet es sich auch in vielen  Naturkosmetika.

Da sich selbiges nicht über Alufolie und Plastik sagen läßt: vielleicht das Wachstuch als Alternative erwägen. Um (trockene) Lebensmittel wie Brot, Jausen oder Kuchen einzuwickeln, um Schüsseln oder Gläser abzudecken, um Kekse einzusacken oder um den Nachmittagsapfel zu schützen, den man noch schnell in die überdimensionale Handtasche wirft . . .

Zu kaufen gibt es Wachstücher mittlerweile auch in koventionellen Drogeriemärkten, gesehen ab etwa 8 Euro das Stück – und schon länger gibt es sie in Reformhäusern, auf vielen Märkten oder beim Imker des Vertrauens.

Noch feiner ist es allerdings, das do-it-yourself-Erlebnis gleich mitzunehmen und Wachstücher selbst herzustellen – das geht erstaunlich leicht!

Und so geht’s – Variante 1, die vorsichtige, mit Bilder-Link am Ende:

Backpapier auf ein Backblech legen, ein Stück Baumwollstoff in beliebiger Größe drauflegen und darauf Bienenwachs verteilen. Nehmen kann man dazu entweder Bienenwachs-Drops (zu kaufen gibt es die bei Imkern, Online, in Reformhäusern . . .) oder man schabt Wachs von einer Kerze; allerding nur wenn sicher ist, dass es sich dabei um Bio-Bienenwachs und SONST NIX handelt. Das Backblech mitsamt Backpapier, Stoff und Wachs ins Backrohr schieben – zum Beispiel nachdem es gerade benützt wurde, dann reicht die Restwärme und man spart auch noch Energie. Oder man schaltet das kalte Rohr auf ca. 50 Grad und schaut, ob das Wachs zu schmelzen beginnt. Falls nicht: etwas höher drehen, aber nicht zu viel. Rauchen tut dem Wachs nicht gut, da ist es ganz Mensch.

Sowie das Wachs flüssig ist, verteilt es sich von selbst im Stoff. Wenn das geschehen ist: Backofen öffnen, Blech rausholen und Tuch (mit einer Zange oder ähnlichem Gerät) aus dem Blech heben. Kurz halten oder mit Kluppen auf eine Schnur hängen. Das Wachs trocknet sehr rasch, wird fest und schon ist das Wachstuch fertig! Hat sich das Wachs ungleich verteilt: Das Tuch zwischen zwei Lagen Backpapier legen und kurz ohne Dampf bügeln. So geht übrigens auch das „Auffrischen“, sollte das Wachstuch nach einiger Zeit zu brüchig werden oder eine neue Schicht Wachs benötigen.

Für die Orientierung, wieviel Wachs man für ein Tuch braucht: Bei we love handmade findet sich eine gute Anleitung mit Bildern.

Variante 2, üppig und auf Vorrat:

Ein altes Backbleck mit etwas höherem Rand nehme, viel Bienenwachs hineingeben und im Backrohr verflüssigen lassen. Vorsichtig ab 50 Grad die Temperatur rauffahre, das Wachs soll nicht rauchen. Blech mit dem hohen Rand und dem flüssigen Bienenwachs herausnehmen, Baumwolltuch in beliebiger Größe hineintunken und mit Wachs ansaugen lassen. Mit einer Zange oder ähnlichem Gerät herausnehme und zum Antrocknen kurz halten oder mit Kluppen auf einen Strick klemmen. Vielleicht irgendwo, wo es tropfen darf . . . Danach mit noch ein paar Baumwolltüchern wiederholen, bis alles Wachs aufgesaugt ist. Fertig sind viele schöne Wachstücher – und die nächsten Geburtstags-, Krampus- oder Ostergeschenke gleich mit.

Die Pflege ist übrigens einfach: Nach dem Gebrauch entweder ausschütteln, wenn z.B. nur ein paar Brösel im Wachstuch hängen, oder mit kühlem bis lauem Wasser abwischen. Trocknen lassen, wieder verwenden – und  sich freuen! Schließlich hat man etwas total Praktisches selbst hergestellt (oder gekauft), vermeidet mit dem gesunden Mehrwegprodukt viel Abfall und schont so auch die Umwelt. Gnadenlose PerfektionistInnen kaufen Wachs oder Tücher womöglich sogar aus lokaler Produktion – pfoah.

Bee happy!

Text ♥ lui   © Bild: ebenso

Geniales Bio-Mausstützpad aus Linsen

Ein Sackerl Linsen aus dem Kühlschrank oder dem Tiefkühler, schon schont man seine Hand am Schreibtisch bei Laptop, Computer und Co. Special Thanks to Ergotherapie im AKH, wo die hilfreiche Grundidee geboren wurde!

Und so geht’s: Am besten die flachen Tellerlinsen, alternativ auch jede andere Linsensorte (Trockenware!) in ein dünnes Sackerl aus Seide, Baumwolle oder in ein anderes hautfreundliches Material füllen. Oben mit einer Schnur zubinden, ab in den Kühlschrank oder ins Tiefkühlfach. Tellerlinsen deshalb, weil sie Kälte etwas besser speichern als kleinere Linsen-Sorten. Falls jemand die physikalische Erklärung dafür weiß: bitte gerne uns schreiben!

Wenn die Linsen kalt sind: Aus dem Kühlschrank nehmen und vor/neben die Maus legen. So, dass man das Handgelenk bzw. den Unterarm gut darauf lagern kann. Ein bißchen mit der Form und der Füllmenge des Sackerls experimentieren, und schon hat jede und jeder genau die kühle, sich selbst anpassende Unterlage, die das Arbeiten mit der Maus deutlich bequemer macht. Da das Sackerl auch gut am Schreibtisch rutscht, geht das Arbeiten wunderbar.

Meine Empfehlungen: Gleich zwei Linsen-Sackerl machen, so kann man immer eines verwenden und das andere kühlt sich einstweilen ab. Bei Bedarf tauschen. Wer noch mehr oder längere Kühlung braucht, legt eine gefrorene Kühlpatrone unter das Linsen-Sackerl! Wenn’s zu warm wird: Sackerl wenden, schon sind wieder kalte Linsen unter der Pfote.

Warum das eine schlaue Alternative ist? Herkömmliche Stütz-Mauspads sind fast immer synthetisch und nur selten aus biologischen oder unbedenklichen Materialien – und schon gar nicht kühlend! Die Kühlung ist für Computerjunkies aber echt angenehm, für Menschen mit Sehnen- oder Muskelbeschwerden sogar notwendig. Sie mindert akuten Schmerz durch das Verengen der Gefäße und fördert die Durchblutung durch die Erweiterung derselben, nachdem die Kühlung aufgehört hat (© Ergotherapie AKH).

Wer es lieber ohne Kühlung mag: Einfach das Linsensackerl ohne Kühlschrank-Lagerung verwenden. Die sich anpassende Struktur der Linsen ist jedenfalls eine sehr angenehme Stütze.

Ausprobieren und weniger leiden beim Schreiben!

Text ♥ lui   © Bilder: ebenso

Käse_Koch_Kunst, weich mit Obst

Beim Käseteller haben die Gäste aufgegeben? Jetzt läuft bester Weichkäse halbzäh durch den Kühlschrank? Obst ist auch noch da, zum Beispiel Kirschen oder Marillen, aber man will nicht schon wieder kalte Platte?

Kein Problem! Gegrillter Weichkäse mit Thymian-Obst ist wie dafür gemacht, um Feste-Reste und zu viel Obst auf einmal zum Hauptgenuß zu verbraten. Und das geht so:

Nach Belieben Kirschen, Marillen, Zwetschken oder andere käseaffine Früchte mit Thymian (frisch von einigen Zweigen gezupft oder getrocknet) mit einem Teelöffel Zucker (oder Honig oder Ahornsirup) und einem halben Teelöffel Salz in einem kleinen Topf auf ebensolcher Stufe ca. 30 Minuten einkochen lassen.

Wer noch eingekochten Röster im Glas oder Preiselbeerkompott hat: Super, das geht auch! Dann eben dort ein bißchen Thymian hinein und damit aufwärmen. Wer keinen Thymian hat: Ich finde Oregano oder Rosmarin ebenfalls ganz köstlich in diesem Rezept.

Den Weichkäse, kurz bevor das Obst/der Röster fertig ist, mit etwas Olivenöl bestreichen. Entweder auf den Grill legen oder im Backofen (in einer geeigneten Auflaufform) oder auch in der Grillpfanne erwärmen. Der Käse soll schön bräunen, aber nicht zum Teich werden.

Zum Servieren den Käse eventuell leicht auseinanderziehen (wenn er sich nicht schon von selbst flach gemacht hat). Das Thymian-Obst oder den Röster/das Kompott dazugeben und nach Belieben mit anderen frischen Kräutern oder Kernen garnieren. Mein Favorit: Ein paar Basilikum-Blätter in Streifen geschnitten und Walnußkerne im Ganzen dazugeben.

Köstlich!

Text ♥ lui   Grundrezept: The Coolinary Society

©  Das ist doch noch gut! Vom Restl zum Rezept erschienen im echomedia Buchverlag mit Special thank’s to Ilse!

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