Dreck-Spotzen mit App

Der Dreckspatz macht ihn, der Dreck-Spotz verpfeift ihn: den Müll in der Natur. Mit der Gratis-App „DreckSpotz“ kann man Müllsichtungen in der Natur, egal ob im ländlichen oder im urbanen Raum, einfach weiterleiten. Die Daten tragen zu konkreten Verbesserungsvorschlägen bei (z.B. zusätzliche Mistkübel an bestimmten Orten), zudem werden sie in einem jährlichen Bericht veröffentlicht. Auch der soll Entscheidungsträger*Innen animieren, etwas gegen das Littering-Problem und zu unternehmen. Im Herbst 2020 geht der „Müll in der Natur“-Report bereits in die dritte Runde.

Die Initiative stammt von GLOBAL 2000, den Alpenvereinssektionen Gebirgsverein und Edelweiss sowie der Hofer KG aus.

Weitere Details und Gratis-App gibt es hier: global2000.at/dreckspotz

Indie-Gemüse und Feines statt Fallobst

Obst und Gemüse vor dem Wegwerfen zu retten, ist die Mission von „Unverschwendet“ am Wiener Schwendermarkt. Und das gelingt mit Marmeladen, Chutneys, Eingemachtem, Sirups und vielem mehr. Zigtausende Gläser und Flaschen wurden seit 2015 hergestellt und auf dem Markt oder via Onlien-Shop an den Mann und die Frau gebracht. Eine feine Alternative für Eßbares, das stattdessen im Kompost gelandet oder eingestampft worden wäre.

Wird denn in Österreich so viel Obst und Gemüse noch vor dem Verkauf weggeworfen? „Über eine Million Kilo in bester Qualität haben wir bereits angeboten bekommen“, erklären die Betreiber von Unverschwendet, die Geschwister Cornelia und Andreas Diesenreiter, auf ihrer Hompage. Warum? Die Früchte sind zu groß, zu klein, zum falschen Zeitpunkt reif, haben nicht die richtige Farbe oder sind einfach nur zuviel auf einmal. Sprich: zu individuell gewachsen für standardisierte Verkaufsabläufe. Unverschwendet macht aus dieser Not eine Tugend und schmecken tut’s auch.

Details unter unverschwendet.at

Mit Suchmaschine Ecosia Bäume pflanzen

„Im Schnitt finanzieren 45 Suchanfragen mit ,Ecosia‘ einen Baum“, erklärt Ecosia-Gründer Christian Kroll. Die Firma – ein 2009 mit Sitz in Berlin gegründetes Unternehmen mit mehr als 45 MitarbeiterInnen – betreibt eine ökologische Suchmaschine. Sie gilt laut Greenpeace als ein seriöses Vorzeigeprojekt, da Ecosia einsehbare Klimamaßnahmen liefert und monatliche Finanzberichte offenlegt. Auch der Server wird mit Solarenergie betrieben.

Aber wie funktioniert das mit den Bäumen?

„Wenn man bei Ecosia auf die Werbeanzeigen klickt, bekommt Ecosia von den werbenden Unternehmen Geld. Nachdem die laufenden Kosten wie Gehälter, Büro und Marketing gedeckt wurden, werden mindestens 80 Prozent der monatlichen Gewinne eingesetzt, um dort Bäume zu pflanzen, wo sie am meisten benötigt werden  ̶  in Burkina Faso, Madagaskar, Peru, Marokko, Brasilien, Nicaragua, Äthiopien, Tansania und vielen anderen Ländern“, versprechen die Betreiber. In den vergangenen Jahren seien so jeweils ca. sieben Millionen Euro in die weltweite Aufforstung geflossen.

Hier wirkt’s sogar ohne Werbung

Aber was ist, wenn man als UserIn z.B. darauf achtet, keine Werbung anzuklicken? Oder gar einen Werbeblocker verwendet? Macht nichts, Ecosia hat sich auch dazu etwas überlegt: „Selbst wenn ihr einen Werbeblocker verwendet oder nie auf Anzeigen klickt, tragt ihr trotzdem zu unserer Bewegung bei, indem ihr die Anzahl der Ecosia-Nutzer erhöht. Je mehr aktive Nutzer wir jeden Monat haben, desto relevanter wird Ecosia auch für unsere Werbekunden.“

Vorbildlicher Datenschutz

Sowohl Ecosias Suchergebnisse als auch die Suchanzeigen werden von Bing geliefert. Ecosia versichert, keine persönlichen Nutzerprofile zu erstellen und: „Sämtliche Suchanfragen werden von uns innerhalb einer Woche anonymisiert. Wir verkaufen deine Daten und deine Suchanfragen nicht an Werbetreibende weiter.“

Wer sich näher über diese Alternative zu herkömmlichen Suchmaschinen informieren oder gar auf diese Weise ein Bäumchen pflanzen will: www.ecosia.org

Zug statt Flug: Ein Reisebüro der anderen Art

Der Wiener Gründer des Reisebüros „traivelling“ war noch keine 19, als er die Erfahrung gemacht hat: Es ist nicht so ganz leicht, halbwegs geplant von Wien nach Vietnam mit dem Zug zu fahren. Und es wäre einfacher, man hätte jemanden, der das mit den Zug- und Anschluss-Tickets vorab organisiert. Das wiederum ist von zu Hause aus für Länder wie Vietnam, Indien oder andere entfernte Staaten – erraten – auch nicht so ganz leicht. Also hat Elias Bohun nach der Matura ein alternatives Reisebüro gegründet: Traivelling. Mittlerweile arbeitet dort auch sein Vater. Ein Familienunternehmen in umgekehrter Reihenfolge, sozusagen.

Traivelling finanziert sich durch Bearbeitungsgebühr und bietet diverse Zugreisen als Pakete in Europa und Asien ebenso an wie individuell geschnürte Packages.

Von Wien nach Vietnam beispielsweise (über Kiev, Moskau, Nur-Sultan, Almaty, Urumqui und Nanning mit Endstation Hanoi) muss man mit etwa 650 Euro für eine Richtung rechnen. Reine Reisezeit sind dabei 8 Tage. Bohun, der diese Reise selbst gemacht hat, empfiehlt etwa 16 Tage dafür zu planen und die Strecke zu genießen: „Ich fand es äußerst beeindruckend, was ich am Weg erlebt und gesehen habe.“

Nähere Informationen unter https://www.traivelling.com/

Proteine aus Wurm, Heuschreck und Co.

„Ein bunter Haufen motivierter Menschen“ sind sie laut Gründer und ZIRP-Geschäftsführer Christoph Thomann. ZIRP-Insects ist ein Startup mit Sitz in Wien, das Lebensmittel auf Insekten-Basis produziert. Ja, genau – Wurm und Co. als alternative Nahrungs-Nützlinge. Sie liefern tierische Proteine, schmecken angeblich gut und ihre Zucht braucht – was auf der Hand liegt – nur einen kleinen Bruchteil jener Energie- und Platzressourcen, die beispielsweise in der Rinder- oder Schweinehaltung nötig sind.

Thoman und sein Team versuchen, das Insekten-Essen in Österreich populär zu machen. Sie sind bei Vorträgen unterwegs, bei Foodfestivals, geben Kochkurse und haben ihre Produkte bereits in dem einen oder anderen Supermarkt platziert.

Die selbst auferlegten Standards sind hoch: „Wir verwenden keine Chemie oder billigen Öle, keine Fleischreststoffe, keine E- Nummern oder neu erfundene Formeln. Wir wollen alles so nah wie möglich und nur so fern wie nötig produzieren.“

Wer neugierig geworden ist, oder auch mutig: Unter https://www.zirpinsects.com
kann man mehr über Firmen-Philosophie, Events, Rezepte (!) und Bezugsquellen erfahren.

 

https://www.zirpinsects.com
https://www.instagram.com/zirp_insects

Endlos fesch im Leih-Designer

Ausborgen statt Kaufen gibt es jetzt auch für Designer-Mode. Statt z.B. in die jeweils neueste Ballmode zu investieren oder ein Dirndl für die „Wiesn“ zu kaufen und das gute Stück dann für den Rest des Jahres (oder überhaupt) im Kleiderschrank verstauben zu lassen, kann man als Aternative auch in die Mode-Bibliothek unter https://www.endlosfesch.at/ hineinschauen. Für 56 Euro lässt sich zum Beispiel ein Monat lang ein Ballkleid mieten, die Reinigung am Schluss übernehmen sogar die Verleiherinnen. Anprobiert werden kann in der echten Welt in Pop-Up-Stores.

Karin Kuranda und Jessica Neumann betreiben gemeinsam diese erste Wiener Modebibliothek und veranstalten regelmäßige Pop-Ups. Dort kann man dann im Geschäft zwei Tage lang durch mehr als 450 Designermarken stöbern. Vom Vintage-Kleid über große Roben bis zum Business-Outfit und von nationalen Namen bis zu internationalen Häusern ist eine große Bandbreite vertreten. Und da wir in Österreich sind: Dirndln gibt es natürlich auch! Für 45 Euro kann man inklusive Bluse und Schürze ein Monat lang Trachtiges tragen. Wenn man will.

Das Angebot hat seinen Reiz: Teure Designer-Mode kann ab 25 Euro pro Stück vergleichsweise günstig ausgeführt werden und sie ist durch diese „Library of Fashion“ deutlich länger im Umlauf als ein herkömmlich gekauftes Kleidungsstück. Wie alle Mehrweg-Produkte, die oft beziehungsweise von vielen Menschen genützt werden, ist das für die Umwelt eine bessere Variante, denn das Wegwerfen wird so deutlich verzögert.

Details zu Pop-Up-Stores, Online-Katalog und dem Ladenkonzept in der Kolingasse 10 (Wien-Alsergrund) finden sich unter https://www.endlosfesch.at/

Die Vorlese-Kampagne für alle

Der traditionelle Österreichische Vorlesetag hat wegen seines großen Erfolges dauerhaften Nachwuchs bekommen: die Nationale Vorlese-Kampagne. Ab sofort kann man laufend alle Vorlese-Videos sehen, hören und eigene einreichen! Zahlreiche Prominente stellen sich gerne in den Dienst der verbindenden Sache und lesen vor – für Bücherwürmer jeden Alters!

Details unter https://vorlesetag.eu/

 

Geld für E-Bike, Photovoltaik und mehr

Privatpersonen, Betriebe, Gemeinden oder Vereine: Es lohnt sich, einen Blick auf www.umweltfoerderung.at zu werfen. So gibt es etwa in Niederösterreich auch 2020 eine Förderung für die private E-Mobilität. 1500 Euro lassen sich z.B. nach dem Kauf eines Autos beantragen, wenn dieses mit erneuerbarer Energie angetrieben wird. Auch Ladestationen oder ein Lastenfahrrad – mit, oder auch ohne E-Antrieb – sind förderbar (mit ca. 200 Euro). In anderen Bundesländern wird die E-Mobilität für Betriebe und Institutionen gefördert, dafür aber z.B. Photovoltaik wieder für Privatpersonen. Die Liste der prinzipiell förderbaren Dinge reicht von A wie „Abwärmeauskopplung“ über L wie „LED- und Lichtsteuerungssysteme“ bis hin zu R wie „Raus aus dem Öl – erneuerbare Wärmeerzeugung unter 100 kW“. Details über alle potentiellen Förderungen – Was wird gefördert? Wo wird gefördert? Wer wird gefördert? Wie verlaufen die Anträge? – finden sich unter www.umweltfoerderung.at

Bücher für alle gratis zum Tausch

Lesen, ohne ein neues Buch zu kaufen? Eigene gelesene Bücher anderen Menschen zur Verfügung stellen?  Zahlreich Projekte in Wien – offene Bücherschränke, Bücherkabinen in ehemaligen Telefonzellen auf den Wiener Mistplätzen, offene Bibliotheken – bieten sich dafür an!

Überall kann man ohne Anmeldung und ohne Gebühren Bücher entnehmen und/oder Bücher für andere Menschen zur Verfügung stellen. Eine Liste aller Standorte  (für Wien und ganz Österreich) findet sich sogar schon auf Wikipedia.

 

© offener Bücherschrank Wien

Wusstest du, warum der offene Bücherschrank in Neubau schief steht?

Damit die Türen besser schließen, die Bücher nicht so leicht umfallen und ein besserer Schutz gegen Witterung gegeben ist! Neu gestaltet wurde er übrigens im Jahr 2012 vom Künstler Hermann Nitsch.

Mehr Infos dazu unter www.offener-buecherschrank.at

Inhaltsstoffe per App prüfen

Nur Biochemiker, die mit der Lupe zum Einkaufen gehen, brauchen diese App nicht. Allen anderen Menschen leiste sie gute Dienste: sie zeigt per Scann die Inhaltsstoffe eines Produktes an.

CodeCheck ist eine App, die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und Kosmetikprodukten anzeigt und bewertet. Man liest den Barcode via Handy ein und erfährt, was sich hinter den vielen Inhaltsstoffen verbirgt – und wie bedenklich oder unbedenklich diese für den eigenen Körper und auch für die Umwelt eingestuft werden.

Wer seinen Magen und seine Haut nicht so gerne mit Mikroplastik, Palmöl oder Weichmachern teilt, der könnte sich bei einigen Lieblingsprodukten durchaus wundern – und mit der App danach womöglich auf die Suche nach einer gesünderen Alternative gehen.

Infos und App unter:
www.codecheck.info

 

 

© CodeCheck