Inhaltsstoffe per App prüfen

Nur Biochemiker, die mit der Lupe zum Einkaufen gehen, brauchen diese App nicht. Allen anderen Menschen leiste sie gute Dienste: sie zeigt per Scann die Inhaltsstoffe eines Produktes an.

CodeCheck ist eine App, die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und Kosmetikprodukten anzeigt und bewertet. Man liest den Barcode via Handy ein und erfährt, was sich hinter den vielen Inhaltsstoffen verbirgt – und wie bedenklich oder unbedenklich diese für den eigenen Körper und auch für die Umwelt eingestuft werden.

Wer seinen Magen und seine Haut nicht so gerne mit Mikroplastik, Palmöl oder Weichmachern teilt, der könnte sich bei einigen Lieblingsprodukten durchaus wundern – und mit der App danach womöglich auf die Suche nach einer gesünderen Alternative gehen.

Infos und App unter:
www.codecheck.info

 

 

© CodeCheck

Gratis aus dem Wien Museum nehmen

Starke Empfehlung: Stöbern, staunen und Gratis-Nutzung der toll aufbereiteten Digi-Objekte des Wien Museums. Von Gustav Klimts Akt-Zeichnungen über ein Falco-Portrait, von mittelalterlichen Schilden über Dokumente zur Todesstrafe bis hin zur Schneekanone im Donaupark der 2000er-Jahre: den Bogen kann man kaum noch weiter spannen.

Das Feine daran ist: dem Prinzip des Open-Content folgend, darf man (fast alle) Bilder samt Infos gratis von der Museumsplattform downloaden und nützen. Als Privatperson ebenso wie für Forschungszwecke, um damit zu unterrichten, für mediale Verbreitung, um seine Geburtstagseinladung zu gestalten . . . Einzig um die korrekte Quellenangabe wird gebeten und das ist ja nun wirklich recht – und sehr billig.

Die Suche funktioniert mehrfach getestet hervorragend, ebenso das Downloaden. Für Copyrights sind kopierbare Vorschläge angelegt, sehr praktisch. Darüber hinaus gibt’s zur Einführung in die Online-Sammlung ein Video am YouTube-Kanal des Wien Museums, man findet sich aber auch ohne gut zurecht.

Am 12. November 2020 gingen die ersten 47.000 Objekte mit fast 75.000 Fotos online, seitdem wird kontinuierlich weiter eingespeist. Bei mehr als einer Million Objekten, die im Depot des „echte“ Museums lagern, hat das Digitalisierungs-Team da gleich mehrere Lebensaufgaben.

Ran an die Bilder! Zur digitalisierten Sammlung des Wien Museums geht es HIER

Text: ♥ lui   © Bild: Ausschnitt aus Gustav Klimt, „Zusammengekauert liegender Akt“, 1912–1913; Sammlung Wien Museum

Mehrweg-Elektronik, erneuert & verbilligt

refurbed ist ein 2017 in Wien gegründeter Marktplatz für erneuerte Produkte.  Handys, Laptops, Drucker, Kameras, diverses Zubehör, Küchengeräte und mehr: refurbed kauft gebrauchte Geräte, unterzieht sie innerlich und äußerlich einer Rundumerneuerung und verkauft sie anschließend um bis zu 40 Prozent günstiger.

Firmenmotto: „Sieht aus wie neu und funktioniert wie neu.“ Inklusive sind 12 Monate Garantie, damit die KonsumentInnen die Scheu vor gebrauchten Geräten verlieren. 30 Tage Gratis-Testen sind ebenfalls drinnen. Wer Geräte lieber mietet, kann auch das tun.

Ihre Grundidee erklären die drei Firmengründer Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl so: „Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie umweltschädlich elektronische Neugeräte sind. Bei der Produktion entstehen Unmengen an CO₂-Emissionen, es werden wertvolle Ressourcen verbraucht und am Ende bleibt nur problematischer Elektroschrott, der aufwendig entsorgt werden muss.“ Ergo: erneuern und weiter benützen. Diesen refurbed-Gedanken wollen die drei in ganz Europa bekannt machen und damit „zu einer nachhaltigeren Welt beitragen“. Ebenfalls sympathisch: Für jedes verkaufte Gerät wird ein Baum gepflanzt.

Details unter refurbed.

Text ♥ lui    Foto: Pexels

Rote Nasen „ordinieren“ auch online

Persönliche Besuche der Rote-Nasen-Clowns bei kranken Kindern im Spital kennt man seit 25 Jahren; „dank“ Corona finden sich die heiteren SeelentrösterInnen jetzt auch online zur Visite ein. Nicht nur für Kinder, auch für alle anderen, die Aufheiterung oder Ablenkung brauchen können. Humor soll ja neben Schlaf die beste Medizin sein.

Wer es für sich oder andere ausprobieren möchte: Eine Rätselrubrik, Kurzclips und die Highlights aus dem Besuchsprogramm kann man sich gratis ansehen, ebenso lassen sich auch persönliche Live-Clownbesuche buchen.

Details und Infos unter rotenasen.at

Text ♥ lui   © Foto: Rote Nasen

 

Nudeln in Papier-Verpackung

Fast alle Pasta-Varianten im Supermarkt kommen in Plastik daher, einige setzen auf eine Mischung aus Karton und Plastik-Sichtfenster. Prinzipiell nennt die Industrie als Begründung für den massiven Plastikeinsatz, dass die KäuferInnen die Nudeln gerne durch die Packung sehen wollen – und hat uns seit Jahrzehnten darauf konditioniert. Eine Umstellung ist also nicht ohne geschäftliches Risiko, den Pionier auf diesem Gebiet darf man daher zurecht als Alternative ins Gespräche bringen: Die burgenländische Firma Wolf Nudeln mit Sitz in Güssing hat weltweit als erste auf Papierverpackung für Nudeln umgestellt.

Auch sonst hat die Firma Umwelt-Preise abgeräumt, z.B. den Sieg in der Kategorie Luft der Energy Globe Awards Austria 2013. Unter anderem deshalb, weil für die Nudelherstellung Eier aus dem eigenen Hühnerstall verwendet werden, das Futter fürs Federvieh aus der Region stammt und der Mist der Hühner in der eigenen Biogasanlage in Energie umgewandelt wird, die wiederum zum Nudelmachen dient.

Das verwendete Verpackungspapier ist ein Spezialerzeugnis mit besonders langen Fasern, seine Grundlage ist Fichtenholz. Für einen geschlägerten Baum werden laut Firma Wolf vier neue gepflanzt; das Papier könne ganz normal in die getrennte Sammlung gegeben und danach vollständig recycelt werden.

Wer sich näher informieren will – auch zur Besichtigung der Biogasanlage! – klickt bei wolfnudeln rein. Zu haben ist der Trockenteig im Papiermantel in gängigen Supermärkten.

Ob die Pasta aus dem Papier besser schmeckt, kann natürlich nur der Selbstversuch zeigen. Eine mögliche Alternative zur Plastikverpackung sind Papiersackerl – neben dem Einkauf in Unverpacktläden – aber jedenfalls.

Text ♥ lui © Foto: ImageParty

Gratis-Opernarchiv seit Lockdown

Für den Zeitraum der vorübergehenden Schließung – also noch bis inklusive 6. Dezember 2020 – bietet die Wiener Staatsoper Video-Mitschnitte aus ihrem digitalen Archiv kostenlos als Stream an. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen. Um das zu tun, muss man sich registrieren.

Was wann gezeigt wird, steht im SPIELKALENDER.

Alle Details auf der Homepage der Staatsoper.

Text ♥ lui   © Foto: Ulrike Leone

Öffi-Wanderguide der Naturfreunde

Die Naturfreunde haben eine kostenlose Broschüre mit 46 familienfreundlichen Wanderungen zu Naturfreunde-Hütten bzw. auf Naturfreunde-Wegen in ganz Österreich aufgelegt. Alle beschriebenen Touren sind mit Bahn und/oder Bus erreichbar. Die Broschüre hat 120 Seiten und kann gratis angefordert (oder auch heruntergeladen) werden.

Anfordern oder Downloaden der Wander-Broschüre HIER.

Und falls man schon dabei ist: einen Gratis-Folder für Wanderungen mit Kindern gibt’s auch :-)

Text ♥ lui   © Foto: Lena Helfinger

Lesofant online für Kinder bis 14

Das Lesofantenfest der Wiener Büchereien übersiedelt ins Internet. Zu sehen ist das Programm auf YouTube und Instagram, geeignet für Kinder zwischen frisch geschlüpft und 14 Jahren. Es gibt Konzerte, Lesungen und sogar die eine oder andere Theateraufführung.

Alle Lesofanten-Details gbit es bei den Wiener Büchereien HIER.

Text ♥ lui   © Bild: Herbert Aust

Mit der Bahn zum Berg

Wanderbare Outdooraktivitäten, die umweltschonend auch ohne Auto machbar sind, präsentiert die  Online-Plattform „Bahn zum Berg“. Und das besonders gut, weil der gemeinnützige Verein eine Reihe von StammautorInnen hat, die die Touren selbst machen und detailliert beschreiben, fotografieren und z.B. auch mit Hütten verlinken. Feine Sache!

Von 13 verschiedenen Städten aus  werden Tourenvorschläge gemacht, Wien ist auch darunter. Ebenso dabei: Bischofshofen, Bruck an der Mur, Feldkirch, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Leoben, Linz, München, Mürzzuschlag, Salzburg und Wiener Neustadt.

Touren und Details unter Bahn-zum-Berg HIER.

Text ♥ lui   © Foto: Margit Wallner

Einkaufen ohne Verpackung

Wer gerne genau so viel kauft, wie er oder sie gerade braucht, der ist mit Unverpackt-Läden bestens bedient. Aber nicht nur das. Die Einsparung von Verpackungsmüll schont die Umwelt und man signalisiert als KonsumentIn, was man sich beim Einkaufen wünscht.

Ob das Einkaufen in Unverpackt-Läden teurer ist als im Supermarkt? Ja. Und Nein. Es kommt natürlich auf Produktgruppe und Menge an, andererseits aber auch darauf, was man in seine ganz persönliche Kalkulation von Essen, Lebensqualität und Umwelt miteinbeziehen möchte oder kann.

Unverpackt-Läden haben nicht zuletzt wegen der Rücknahme-Logistik von Mehrweg-Gebinden sowie der notwendigen Beratungsqualität einen etwas höheren Personalbedarf. Das schafft Arbeitsplätze und soziale Treffpunkte im Grätzel. Im Unverpackt-Laden gibt es gute Tipps für eigentlich eh fast alles, es finden sich schlaue Alternativen und neue Ideen – oft gepaart mit guter Laune, weil Aha-Erlebnisse einfach Freude machen. Die Waren kommen, wo das geht, aus der (relativen) Nähe. Das schont durch kürzere Transportwege die Umwelt, zudem werden lokale (Bio-)ProduzentInnen gefördert. Und schließlich sind die Abfüllstationen für Lebensmittel einfach schön, da freut sich auch das Auge!

Manche Produkte sind teurer als im Bio-Supermarkt, einige günstiger – nicht zuletzt dadurch, dass man auf Großpackungen verzichten kann. Wer das will, bekommt auch drei Erdäpfel, eine Knolle Knoblauch und ein Achterl Flüssigseife. So sinkt jedenfalls bei Lebensmitteln die Gefahr, Verderbliches wegwerfen zu müssen, wenn man nicht gerade eine Großfamilie hat. Einziger Nachteil: Die Ausrede „Es hat die Schoki leider nur im Großpack gegeben“ gilt hier einfach nicht …

Eine gut geordnete Zusammenstellung  von Unverpackt-Läden in Wien und Österreich findet sich bei Zero-Waste-Austia HIER.

Text ♥ lui