Kunst ab Hinterhof: Echt für alle!

Das Projekt „Kunst ab Hinterhof“ ist – ausprobierterweise – wirklich gut. Hier sind Werke von bereits bekannteren und noch unbekannten KünstlerInnen in einer spannenden, alternativen Location im 16. Bezirk zu entdecken (eine alte Fabrikshalle, in der sich neben dem Kunstraum „Die Schöne“ auch Ateliers und eine Siebdruckwerkstatt befinden). Für die Kunstschaffenden ist es eine Möglichkeit, ihre Werke b) an KäuferInnen zu bringen und a) eine artgerechte Lagerung ihrer manchmal auch großflächigen Objekte zu haben.

Besonders fein: Hier ist Schwellenangst höchstens die Idee, über einen Türstaffel zu stolpern. Tatsächlich sind Ort, Atmosphäre und das Engagement der MitarbeiterInnen eine Einladung für alle: jung, alt, kaufwütig, nur neugierig, begütert oder eben auch nicht. Es gibt viel zu entdecken in dieser Art der Kunstpräsentation – große Empfehlung!

Wer vorher sehen will, was es ab Hinterhof zu sehen gibt: das geht bestens auf der Plattform im Netz. Sie informiert über Aktuelles, Exhibitions und alle zum Verkauf stehende Werke sowie über die KünstlerInnen. Selbst eine Suche nach Preiskategorien ist möglich (bis 250 Euro, 250 – 750 und mehr als 750 Euro). Per Newsletter lassen sich Infos beziehen, wann neue Kunstwerke (und auch: welche) eingetroffen sind.

Die Plattform Kunst ab Hinterhof gibt es seit 2019 und die ProtagonistInnen erklären das so: „Kunst sollte für jeden leistbar sein, um nicht zuletzt ein Bewusstsein für Kultur zu schaffen und jungen Kunstschaffenden die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln. Wir legen großen Wert darauf, auf unserer Plattform qualitativ hochwertige Werke anzubieten, die in Preiskategorien gehandelt werden, die nicht abschrecken und Lust auf mehr machen.“

Deswegen ist seit 15. Jänner 2019 ein Kernteam von fünf Personen damit beschäftigt, KünstlerInnen zu akquirieren und einen reibungslosen logistischen Ablauf zwischen ihnen, der  Plattform und potentiellen KundInnen zu garantieren. Jedes Werk, das auf der Homepage angeboten wird, wurde handverlesen und befindet sich im Schauraum in der Kuffnergasse. Dort kann es betrachtet, gekauft, mitgenommen oder auch verschickt werden, wohin die KäuferInnen das wünschen.

Adresse: 16., Kuffnergasse 7; Öffnungszeiten Donnerstags 12 – 17 Freitags 15 -19 Uhr; Telefon +43 699 811 386 86; Mail to kah@kunstabhinterhof.at

Details und weitere Infos auf Kunst ab Hinterhof

Text ♥ lui   © Foto: kah

Einkaufen ohne Verpackung

Wer gerne genau so viel kauft, wie er oder sie gerade braucht, der ist mit Unverpackt-Läden bestens bedient. Aber nicht nur das. Die Einsparung von Verpackungsmüll schont die Umwelt und man signalisiert als KonsumentIn, was man sich beim Einkaufen wünscht.

Ob das Einkaufen in Unverpackt-Läden teurer ist als im Supermarkt? Ja. Und Nein. Es kommt natürlich auf Produktgruppe und Menge an, andererseits aber auch darauf, was man in seine ganz persönliche Kalkulation von Essen, Lebensqualität und Umwelt miteinbeziehen möchte oder kann.

Unverpackt-Läden haben nicht zuletzt wegen der Rücknahme-Logistik von Mehrweg-Gebinden sowie der notwendigen Beratungsqualität einen etwas höheren Personalbedarf. Das schafft Arbeitsplätze und soziale Treffpunkte im Grätzel. Im Unverpackt-Laden gibt es gute Tipps für eigentlich eh fast alles, es finden sich schlaue Alternativen und neue Ideen – oft gepaart mit guter Laune, weil Aha-Erlebnisse einfach Freude machen. Die Waren kommen, wo das geht, aus der (relativen) Nähe. Das schont durch kürzere Transportwege die Umwelt, zudem werden lokale (Bio-)ProduzentInnen gefördert. Und schließlich sind die Abfüllstationen für Lebensmittel einfach schön, da freut sich auch das Auge!

Manche Produkte sind teurer als im Bio-Supermarkt, einige günstiger – nicht zuletzt dadurch, dass man auf Großpackungen verzichten kann. Wer das will, bekommt auch drei Erdäpfel, eine Knolle Knoblauch und ein Achterl Flüssigseife. So sinkt jedenfalls bei Lebensmitteln die Gefahr, Verderbliches wegwerfen zu müssen, wenn man nicht gerade eine Großfamilie hat. Einziger Nachteil: Die Ausrede „Es hat die Schoki leider nur im Großpack gegeben“ gilt hier einfach nicht …

Eine gut geordnete Zusammenstellung  von Unverpackt-Läden in Wien und Österreich findet sich bei Zero-Waste-Austia HIER.

Text ♥ lui

Gutes Essen vergünstigt abholen

Too Good To Go ist eine schlaue Gratis-App: Sie ermöglicht, dass gutes Essen deutlich günstiger ver- bzw. gekauft werden kann als zu normalen Restaurant- und Ladenpreisen. Mit der App sieht man, bei welchen Restaurants oder in welchen Läden wann verbilligte Menüs oder „Überraschungssackerl“ abgeholt werden können. Das schont die eigene Geldbörse und hilft den AnbieterInnen, all ihre guten Dinge an die Frau und den Mann zu bringen – anstatt sie womöglich am nächsten Tag entsorgen zu müssen. Too Good To Go ist damit auch eine gute Alternative zur Lebensmittelvernichtung.

Die App ermöglicht es Betrieben wie Bäckereien, Restaurants, Cafés, Caterern, Hotels oder Supermärkten, ihr zu viel disponiertes Essen zu einem stark vergünstigten Preis rechtzeitig an SelbstabholerInnen zu verkaufen. Die App ist bereits in elf europäischen Ländern in Verwendung. In Wien nehmen unter anderem Nordsee, die Kent-Lokale und viele andere regelmäßig daran teil. Erprobterweise funktioniert das gut, z.B. mit einem Lunch-Paket um 3,99 Euro (statt 12,99 Euro, wenn man im Lokal gebruncht hätte). Sich eigene Gefäße zum Abholen des Essens mitzubringen, wie es die App empfiehlt, ist jedenfalls sinnvoll. Schon damit die Nachspeise nicht versehentlich im Erdäpfelsalat landet …

Hier gehts zum Download der App:

Too good to go im App-Store

Too good to go im Play-Store

Bio-Arbeit weltweit für Kost und Logis

WWOOF steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“, also die weltweite Möglichkeit, in nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieben (mit Tieren oder auch ohne) mitzuarbeiten. Das geschieht gegen Kost und Logis, aber unbezahlt. Auch die Anreisekosten trägt man selbst. Intention des Programmes sind kultureller Austausch, Weiterbildung und Erfahrungsgewinn für die WwooferInnen sowie Unterstützung für die GastgeberInnen. Das funktioniert international in mehr als 100 Ländern der Welt und auch in Österreich. Hierzulande nehmen mehr als 320 biologische Höfe teil, fünf davon sogar in Wien.

Die Länge des Aufenthaltes und die Intensität der Mitarbeit – etwa zwischen 4 und 6 Stunden am Tag – sind Vereinbarungssache zwischen GastgeberIn und WwooferIn. Oft ist dies auch bereits bei der Ausschreibung des Hofes/der Destination ersichtlich.

Zum Wwoofen ist (fast) jedes Alter geeignet, einige Länder akzeptieren aber frühestens 18jährige, andere verlangen bei Jüngeren die Zustimmung der Eltern. Nach oben sind die Grenzen offen. Wwoofen geht mit oder ohne Vorbildung! Grundlegende Sprachkenntnisse fürs Gastland sind natürlich ratsam und willkommen, manchmal geht das Sprache-Erlernen aber auch fast nebenbei oder wird von den GastbergerInnen tatkräftig unterstützt.

Eine gute Möglichkeit also, um – vielleicht in den Ferien, vielleicht in einem Freijahr, vielleicht im Urlaub – aus Neugierde einmal in eine ganz andersartige Alternative hinein zu schnuppern. Oder z.B. auch, um einen lange gehegten Traumberuf an der Realität zu messen, bevor man sich endgültig für eine Neuorientierung entscheidet. Vom Sennen auf der österreichischen Alm bis zur Mitarbeit im australischen Bambuspark – die Möglichkeiten sind enorm.

Details und Infos in deutscher Sprache unter Wwoof Österreich.

Details und Infos in englischer Sprache unter Wwoof International.

Info-Video:

Text ♥ lui   © Foto: Pyulus

Seminarkalender für GärtnerInnen

Exkursionen zu Gemeinschaftsbeeten, richtiges Kompostieren, die nächsten Gartenfeste oder wie man ein Hochbeet anlegt: Wer gärtnerisch interessiert ist, findet im Terminkalender des Gartenpolylogs regelmäßig aktuelle Veranstaltungen aus Wien und ganz Österreich.

Auch der Besuch im Netz zahlt sich auf: Gartenpolylog ist ein 2007 gegründeter gemeinnütziger Verein, der das Ziel hat, urbane Gartenprojekte in Österreich zu initiieren beziehungsweise zu begleiten, zu unterstützen und zu vernetzen. Grüne Räume sollen wachsen und als Zentren der Begegnung, Vielfalt und Integration fungieren – für Pflanze und Mensch.

MitarbeiterInnen und UnterstützerInnen sind willkommen, auch andere Initiativen können ihre Veranstaltungen in den Terminkalender einspeisen. Newsletter und weitere Details gibt es unter Gartenpolylog.

Text ♥ lui

Werkräume und Reparatur für alles

Reparieren ist eine gute Alternative: Der Müllberg wird nicht gefüttert, das eigene Budget kann geschont werden. Und das Erfolgserlebnis, wenn man selbst etwas repariert hat, ist eine hervorragende Einstiegsdroge für künftige DIY-Fans. Eine Liste von möglichen Werkräumen, professionell oder selbstverwaltet, samt den angebotenen Schwerpunkten findet sich z.B. unter reparaturnetzwerk.at/offene-werkstaetten

Für all jene, die lieber reparieren lassen: Etwa 80 professionelle Reparatur-Betriebe finden sich im „Reparaturnetzwerk Wien“. Nach Eigendefinition kann hier „so gut wie alles“ repariert werden, vom Handy bis zum Möbelstück. Bei Nähmaschinen hat love vienna now das bereits erfolgreich getestet :-)

Das Reparaturnetzwerk wird durch „DIE UMWELTBERATUNG“ betreut und von der Stadt unterstützt. Details unter reparaturnetzwerk.at sowie unter umweltberatung.at

Hinweise für jene, die tiefer ins Detail gehen wollen, finden sich auf RepaNet. Das ist die freiwillige Interessenvertretung der sozialwirtschaftlich ausgerichteten Re-Use-Betriebe, sowie der Reparaturnetzwerke und Reparaturinitiativen. Starker Fokus liegt auf intelligenter, fairer Rohstoffnutzung durch Verlängerung der Lebensdauer von Produkten, auf Schaffung fairer Arbeitsplätze in diesem Sektor und auf der Einbindung der Zivilgesellschaft in den Diskurs über Kreislaufwirtschaft. Auf der Homepage finden sich Tipps, Best Practices und mehr. Details unter repanet.at

Text ♥ lui    Foto © RepaNet Österreich

App gegen Plastikverpackung

Den Herstellern per Knopfdruck sagen, dass man für ein bestimmtes Produkt lieber keine Plastikverpackung möchte: das geht mit der „ReplacePlastik“-App fast ohne eigenen Aufwand. Aber von Anfang an:

Irgendwann bei der x-ten Plastikmüll-Einsammel-Aktion an Deutschlands Küsten war es einigen Menschen zu viel des Schlechten. Es entstand die Initiative „Küste gegen Plastik“. Dort kann man seitdem, ebenso wie unter „Replace Plastik“,  die gleichnamige Gratis-App „ReplacePlastik“ herunterladen und mit ihr von überall für weniger Plastik-Verpackungen eintreten. Und zwar sehr direkt beim Anbieter des jeweiligen Produktes. Die Botschaft kommt damit zielgenau an.

Das Konzept hinter der App: Man scannt den Barcode des betreffenden Produktes ein – mehr ist nicht nötig. Die App selbst generiert daraus automatisch eine Mail-Nachricht an die Herstellerfirma des Produktes und sendet die Mail. Darin wird der  Wunsch der Konsumentin bzw. des Konsumenten nach weniger Plastik als Verpackungsmaterial freundlich-neutral mitgeteilt. Die oft gehörte Erklärung der Hersteller für die zugegeben praktische Plastikverpackung – „Ja aber die KonsumentInnen wollen das doch so“ – verliert damit  immer mehr an Tragkraft.

Was es dazu braucht, ist eine gewisse Deklaration wie bei allen seriösen Petitionen: Vorname, Nachname und Postleitzahl werden erfragt – für den Fall, dass die Echtheit der konstruktiven Kritik von den Empfängern angezweifelt wird.

Bisher wurden für die ReplacePlastik-App mehr als 180.000 Produkte gescannt und mehr als 70.000 Mails – oft auch gesammelt, wenn sie sich bei einem Produkt gehäuft haben – an diverse Unternehmen gesendet. Erfolge werden auf der Homepage veröffentlicht. Unternehmen, die auf die Wünsche der KundInnen reagieren und Plastikverpackungen reduzieren beziehungsweise ersetzen, werden als „Andersmacher“ positiv hervorgehoben. Auch das ist eine gute Idee!

Detailinfos unter https://www.replaceplastic.de/ und https://www.kueste-gegen-plastik.de/

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Yoga-Kleidung nah und fair

„nice to meet me“ heißen Firma und Store, die sich in heimischen Yoga-LehrerInnen-Kreisen einen Namen erarbeitet haben. Einer der Gründe: Für die Stoffe werden recycelte Materialien aus Plastikflaschen und Fischernetzen verwendet, kombiniert mit Bio-Baumwolle. Für den Tragekomfort (wenig Nähte, breite Bündchen) und das Hautgefühl werden die heimischen Design-Entwürfe laufend auf ihre Sport-Tauglichkeit getestet.

Möglichst kurze Transportwege entstehen durch die rein europäische Produktion in regionaler Nähe zu  Österreich: derzeit in einer Werkstätte in Valasske Mezirici in Tschechien. Nicht zuletzt eine schlaue Alternative zum Transport von Massenware aus Übersee.

Hinter allem steht der Anspruch, die Yoga-Philosophie auch im Business umzusetzen: Achtsamer Umgang mit Ressourcen und Natur, das Reduzieren von Müll und faire Bedingungen für jene, die in der Herstellung arbeiten. Auch Materialien, die für Verpackung oder etwa den Druck von Etiketten verwendet werden, unterliegen diesen Ansprüchen (z.B. recycelbar oder biologisch abbaubar).

Das Stammhaus des kleinen Familienunternehmens hat seinen Sitz in Linz. Dort sowie in Wien gibt es Stores, auch online kann bestellt werden.

Details zu Materialien, Produkten und Shops unter nicetomeetme.at

Kennst Du spannende Initiativen, Geschäfte oder ProduzentInnen, die auf faire und ökologische Mode setzen? Dann SCHREIB UNS, wir veröffentlichen gute Tipps gerne!

Nachhaltig in Graz und im Burgenland

Ein Laden, der seine Ware verschenkt; Informationen über biologische Lebensmittel; ein Bericht über eine Einkaufsgemeinschaft: Das und vieles mehr findet sich auf zwei Plattformen, die ähnlich wie love vienna now das nachhaltige Leben in ihrer jeweiligen Region fördern. Hineinschauen zahlt sich aus!

Empfehlenswerte Details unter Nachhaltig in Graz

Empfehlenswerte Details unter Nachhaltig im Burgenland

 

 

Hotelzimmer als Homeoffice

Das Familienumfeld lernt, konferiert, yogiert oder mistet alle Schränke gleichzeitig aus? Man selbst hat keine Ruhe zum Arbeiten, kann oder will aber nicht ins Büro? Zahlreiche Hotels in Wien und ganz Österreich bieten ihre Zimmer auch zur tage- oder stundenweisen Nutzung als Home Office an.

WLAN, Minibar und Kaffee sind auch dabei! Sauna und ähnliches nicht – sonst wär’s für die Viedeokonferenz vielleicht doch zu heiß.

Die Liste aller Oasen für Home-Office-Geplagte findet sich HIER unter openhotels.at

Text ♥ lui